Testosteronersatz: Therapie bei sexueller Dysfunktion

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der aktuelle Cochrane Review (2024) untersucht den Nutzen und die Risiken einer Testosteronersatztherapie (TRT) bei Männern ab 40 Jahren mit sexueller Dysfunktion. Ausgeschlossen wurden dabei Personen mit primärem oder sekundärem Hypogonadismus.

Obwohl klinische Leitlinien eine TRT primär für Männer mit nachgewiesenem Testosteronmangel empfehlen, wird die Therapie häufig auch ohne dieses Defizit beworben. Bisherige Studien berichteten oft unzureichend über die tatsächlichen Testosteronspiegel der Teilnehmer.

Der Review wertete 43 randomisiert-kontrollierte Studien mit über 11.000 Teilnehmern aus. Der Fokus der Auswertung liegt auf dem Vergleich zwischen Testosteron und Placebo hinsichtlich der erektilen Funktion, der sexuellen Lebensqualität und der kardiovaskulären Mortalität.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass eine Testosteronersatztherapie bei Männern mit sexueller Dysfunktion, aber ohne nachgewiesenen Hypogonadismus, kurzfristig keinen klinisch relevanten Nutzen für die Erektionsfähigkeit oder die sexuelle Lebensqualität bietet. Es wird nahegelegt, die Indikation zur Testosterongabe streng an das Vorliegen eines echten Testosteronmangels zu knüpfen, da ein Einsatz bei reiner sexueller Dysfunktion nicht durch Evidenz gestützt wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review zeigt Testosteron im Vergleich zu Placebo bei Männern ohne primären oder sekundären Hypogonadismus kurzfristig kaum bis keine Verbesserung der erektilen Funktion. Die Evidenz hierfür wird als moderat eingestuft.

Die Auswertung der 'Aging Males' Symptoms scale' ergab, dass eine Testosterongabe bei Männern mit sexueller Dysfunktion zu keiner klinisch bedeutsamen Veränderung der sexuellen Lebensqualität führt. Auch hier zeigte sich kein relevanter Unterschied zu Placebo.

In der Kurzzeitbeobachtung (bis zu 12 Monate) wurde kein Unterschied in der kardiovaskulären Mortalität zwischen der Testosteron- und der Placebogruppe festgestellt. Für Langzeiteffekte über 12 Monate hinaus liegen dem Review zufolge jedoch keine ausreichenden Daten vor.

Der Review fand für einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten kaum bis keine Unterschiede bei Prostata-bezogenen Ereignissen oder Symptomen des unteren Harntraktes (LUTS) im Vergleich zu Placebo. Für längere Zeiträume fehlen entsprechende Studien.

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Quelle: Cochrane Review: Testosterone replacement in men with sexual dysfunction (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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