Depression bei KHK: Pharmakotherapie und Psychotherapie
Hintergrund
Depressionen treten bei Personen mit koronarer Herzkrankheit (KHK) häufig auf. Sie sind mit einer schlechten Prognose für die Betroffenen assoziiert.
Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2021 untersucht die Effekte von psychologischen und pharmakologischen Interventionen. Zielgruppe der analysierten Studien sind Erwachsene mit KHK und komorbider Depression.
Primäre Endpunkte der Auswertung umfassten Depressionssymptome, Mortalität und kardiale Ereignisse. Sekundäre Endpunkte beinhalteten unter anderem die gesundheitsbezogene Lebensqualität und unerwünschte Ereignisse.
💡Praxis-Tipp
Der Review betont, dass die positiven Effekte beider Therapieformen primär am Ende der Behandlung messbar sind. Es wird darauf hingewiesen, dass Daten zur Langzeitwirkung und zur Dauerhaftigkeit dieser kurzfristigen Ergebnisse derzeit noch fehlen. Zudem konnte für keine der Interventionen eine konsistente Senkung der Mortalität oder der kardialen Ereignisse belegt werden.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review führen pharmakologische Interventionen am Behandlungsende wahrscheinlich zu einem moderaten bis großen Anstieg der Depressionsremission. Die Evidenzqualität hierfür wird als moderat eingestuft.
Psychologische Interventionen können am Ende der Behandlung zu einer Reduktion der Depressionssymptome führen. Die Evidenzqualität ist jedoch niedrig, und mittelfristig konnte kein signifikanter Effekt nachgewiesen werden.
Der Review fand keine konsistenten Belege dafür, dass psychologische oder pharmakologische Interventionen die Mortalität oder kardiale Ereignisse reduzieren. Die Datenlage zu diesen Endpunkten ist spärlich und sehr unsicher.
Die Evidenz aus direkten Vergleichen verschiedener pharmakologischer Wirkstoffe, wie beispielsweise Paroxetin versus Fluoxetin, ist laut Review sehr unsicher. Es können derzeit keine verlässlichen Aussagen zur Überlegenheit einzelner Präparate getroffen werden.
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Quelle: Cochrane Review: Psychological and pharmacological interventions for depression in patients with coronary artery disease (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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