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Sauerstofftherapie bei COPD-Exazerbation: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist weltweit eine der führenden Ursachen für Morbidität und Mortalität. Akute Exazerbationen (AECOPD) sind durch eine plötzliche Verschlechterung der Symptomatik gekennzeichnet.

Während einer Exazerbation neigen Betroffene zur Entwicklung einer alveolären Hypoventilation. Diese kann durch die Verabreichung von Sauerstoff in hohen Konzentrationen noch verstärkt werden.

Dieser Cochrane Review untersucht den Effekt unterschiedlicher Sauerstoffkonzentrationen in der prähospitalen Notfallversorgung. Verglichen wird eine hochtitrierte (High-Flow) mit einer kontrollierten (titrierten) Sauerstoffgabe.

Empfehlungen

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2020 basiert auf der Auswertung einer randomisiert-kontrollierten Studie (RCT) mit 214 erwachsenen Personen, die prähospital durch den Rettungsdienst versorgt wurden.

Einfluss auf die Mortalität

Die Auswertung zeigt einen deutlichen Überlebensvorteil für die kontrollierte Sauerstoffgabe:

  • Eine titrierte Sauerstoffgabe führt zu einer signifikanten Reduktion der prähospitalen und intrahospitalen Mortalität.

  • Im Vergleich zur High-Flow-Sauerstofftherapie sinkt das relative Risiko (RR) auf 0,22.

  • Die Number Needed to Treat (NNTB), um durch die Titration einen zusätzlichen Todesfall zu verhindern, liegt bei 14.

ParameterHigh-Flow SauerstoffTitrierter Sauerstoff
Todesfälle (absolut)112
Absolute Effektrate94 pro 100021 pro 1000

Weitere klinische Endpunkte

Für andere Parameter wie arterielle Blutgasanalysen, die Notwendigkeit einer invasiven oder nicht-invasiven Beatmung sowie die Krankenhausnutzung zeigten sich weite Konfidenzintervalle. Dies lässt keine eindeutigen Schlüsse zu.

Daten zur Lebensqualität, Lungenfunktion oder Dyspnoe lagen in der eingeschlossenen Studie nicht vor. Abgesehen von der Mortalität wurden keine weiteren unerwünschten Ereignisse berichtet.

Evidenzqualität

Die Autoren des Reviews bewerten die Evidenzqualität als niedrig (nach GRADE-Kriterien). Aufgrund der geringen Studienanzahl wird die Durchführung weiterer robuster, gut designter RCTs zur prähospitalen Sauerstofftherapie bei AECOPD gefordert.

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💡Praxis-Tipp

Bei der prähospitalen Versorgung einer akuten COPD-Exazerbation wird vor der unkritischen Gabe von High-Flow-Sauerstoff gewarnt. Laut den Ergebnissen des Reviews ist eine kontrollierte, titrierte Sauerstofftherapie mit einer deutlich geringeren Mortalität assoziiert. Die Number Needed to Treat, um durch Titration einen Todesfall zu verhindern, liegt bei lediglich 14.

Häufig gestellte Fragen

Bei einer akuten COPD-Exazerbation kann die Gabe von hochkonzentriertem Sauerstoff eine alveoläre Hypoventilation begünstigen. Der Review zeigt, dass dies mit einer erhöhten Mortalität im Vergleich zur titrierten Gabe einhergeht.

Laut der ausgewerteten Studie reduziert die titrierte Sauerstoffgabe das relative Mortalitätsrisiko auf 0,22. Die absolute Rate sinkt von 94 auf 21 Todesfälle pro 1000 Behandelte.

Die Autoren des Reviews stufen die aktuelle Evidenzqualität als niedrig ein. Bislang konnte nur eine einzige randomisiert-kontrollierte Studie mit 214 Teilnehmern in die Analyse eingeschlossen werden.

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Quelle: Cochrane Review: Oxygen therapy in the pre-hospital setting for acute exacerbations of chronic obstructive pulmonary disease (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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