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Ketogene Diät: Therapie pharmakoresistenter Epilepsie

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Cochrane Review (2020) untersucht die Wirksamkeit und Verträglichkeit ketogener Diäten bei medikamentenresistenter Epilepsie. Etwa 30 % der Menschen mit Epilepsie leiden trotz der Einnahme mehrerer Antiepileptika weiterhin an Anfällen.

Für diese Personengruppe stellt die ketogene Ernährung eine alternative Behandlungsoption dar. Die klassische ketogene Diät zeichnet sich durch einen hohen Fett- und einen sehr niedrigen Kohlenhydratanteil aus.

Neben der klassischen Form existieren modifizierte Varianten wie die modifizierte Atkins-Diät (MAD). Diese sollen die Therapietreue durch eine bessere Alltagstauglichkeit und weniger strenge Restriktionen erhöhen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass die Abbruchraten bei ketogenen Diäten aufgrund von gastrointestinalen Nebenwirkungen und mangelnder Toleranz hoch sind. Es wird nahegelegt, bei der Aufklärung auf diese Herausforderungen hinzuweisen und gegebenenfalls weniger restriktive Formen wie die modifizierte Atkins-Diät (MAD) als Alternative in Betracht zu ziehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Review ist die Wahrscheinlichkeit für eine Anfallsfreiheit bei Kindern unter einer ketogenen Diät bis zu dreimal höher als unter der Regelversorgung. Eine Reduktion der Anfälle um mindestens 50 % tritt bis zu sechsmal häufiger auf.

Die Evidenz für Erwachsene ist laut der Autoren sehr unsicher. In den ausgewerteten Studien erreichte kein Erwachsener Anfallsfreiheit, wenngleich eine Reduktion der Anfallshäufigkeit unter der modifizierten Atkins-Diät beobachtet wurde.

Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen umfassen Erbrechen, Verstopfung und Diarrhö. Bei Erwachsenen wurde zudem über Gewichtsverlust und einen Anstieg der Cholesterinwerte berichtet.

Die klassische ketogene Diät erfordert ein strenges Verhältnis von Fett zu Kohlenhydraten und Proteinen (meist 4:1). Die modifizierte Atkins-Diät erlaubt eine etwas höhere Kohlenhydratzufuhr (10-20 g pro Tag) und gilt als alltagstauglicher.

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Quelle: Cochrane Review: Ketogenic diets for drug-resistant epilepsy (Cochrane, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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