Makrolidantibiotika: Nebenwirkungen und Resistenzen

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Makrolidantibiotika gehören weltweit zu den am häufigsten verschriebenen Antibiotika. Sie werden bei einer Vielzahl von akuten und chronischen Infektionen eingesetzt.

Die Einnahme von Makroliden ist jedoch mit dem Risiko unerwünschter Ereignisse verbunden. Bisherige Erkenntnisse stammten meist aus Beobachtungsstudien, bei denen krankheitsbedingte Symptome schwer von medikamentösen Nebenwirkungen zu unterscheiden waren.

Der vorliegende Cochrane Review (2019) quantifiziert die Inzidenz gemeldeter unerwünschter Ereignisse bei der Einnahme von Makroliden im Vergleich zu Placebo. Die Analyse schließt 183 randomisierte kontrollierte Studien mit über 250.000 Teilnehmern ein.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Makrolidantibiotika ist mit einer signifikanten Zunahme gastrointestinaler Nebenwirkungen zu rechnen, wobei im Durchschnitt einer von 12 bis 19 Behandelten ein zusätzliches unerwünschtes Ereignis wie Diarrhö oder Übelkeit erleidet. Der Review betont zudem die unzureichende Berichterstattung über bakterielle Resistenzen in klinischen Studien, was bei der Indikationsstellung im Sinne des Antibiotic Stewardship bedacht werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es keine Evidenz dafür, dass Makrolide im Vergleich zu Placebo vermehrt Herzerkrankungen verursachen. Die Qualität der Evidenz für diesen Endpunkt wird jedoch als sehr niedrig eingestuft.

Die Meta-Analyse zeigt ein signifikant erhöhtes Risiko für Magen-Darm-Beschwerden. Die 'Number Needed to Treat for an additional Harm' (NNTH) liegt beispielsweise für Diarrhö und Übelkeit bei 19, für unspezifische gastrointestinale Störungen sogar bei 12.

Der Review stellt fest, dass Hörverlust von Personen unter Makrolidtherapie häufiger berichtet wurde als unter Placebo (OR 1,30). Diese Aussage basiert jedoch auf nur vier Studien und weist eine niedrige Evidenzqualität auf.

Es konnte kein Anstieg der Mortalität bei Personen festgestellt werden, die Makrolide einnahmen. Die Meta-Analyse ermittelte hierbei eine Odds Ratio von 0,96 im Vergleich zur Placebogruppe.

Die eingeschlossenen Studien untersuchten die vier am häufigsten verwendeten Makrolidantibiotika. Dies umfasste Azithromycin, Clarithromycin, Erythromycin und Roxithromycin.

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Quelle: Cochrane Review: Adverse events in people taking macrolide antibiotics versus placebo for any indication (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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