Ciprofloxacin: Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz
Hintergrund
Ciprofloxacin ist ein Breitbandantibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone. Es zeichnet sich durch eine hohe orale Bioverfügbarkeit von 70 bis 80 Prozent aus und wird häufig bei schweren bakteriellen Infektionen eingesetzt.
Die Elimination des Wirkstoffs erfolgt zu 40 bis 50 Prozent unverändert über die Nieren. Daher ist bei Personen mit eingeschränkter Nierenfunktion eine sorgfältige Dosisanpassung erforderlich, um Kumulationen und toxische Effekte zu vermeiden.
Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie von Dosing.de beziehungsweise der Fachinformation (Stand 2024).
Empfehlungen
Die Fachinformation formuliert spezifische Vorgaben zur klinischen Anwendung und Überwachung von Ciprofloxacin.
Klinische Überwachung und Interaktionen
Aufgrund des pharmakologischen Profils wird laut Quelle auf folgende Aspekte hingewiesen:
-
Bei gleichzeitiger Gabe von Theophyllin wird eine engmaschige Überwachung der Theophyllin-Spiegel empfohlen, da Ciprofloxacin das Enzym CYP1A2 hemmt.
-
Es wird auf das Risiko einer QT-Zeit-Verlängerung sowie auf mögliche Sehnenrupturen unter der Therapie hingewiesen.
Dosierung
Die Standarddosis bei normaler Nierenfunktion beträgt oral 250 bis 750 mg alle 12 Stunden beziehungsweise intravenös 200 bis 400 mg alle 8 bis 12 Stunden.
Ab einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von unter 60 ml/min ist eine Dosisanpassung erforderlich. Die Quelle gibt folgende GFR-basierte Dosierungsschemata vor:
| Nierenfunktion (GFR) | Applikationsweg | Dosierungsempfehlung |
|---|---|---|
| > 60 ml/min | Oral / i.v. | Keine Anpassung erforderlich |
| 30 - 60 ml/min | Oral | 250 - 500 mg alle 12 h |
| 30 - 60 ml/min | i.v. | 200 - 400 mg alle 12 h |
| 15 - 30 ml/min | Oral / i.v. | 250 - 500 mg alle 18 - 24 h |
| < 15 ml/min | Oral / i.v. | 250 - 500 mg alle 24 h |
| Hämodialyse | Oral / i.v. | 250 - 500 mg alle 24 h (nach Dialyse) |
| CAPD | Oral / i.v. | 250 - 500 mg alle 24 h |
Kontraindikationen
Die Quelle nennt keine absoluten Kontraindikationen, formuliert jedoch klare Warnhinweise zu Interaktionen und Nebenwirkungen:
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Die gleichzeitige Einnahme von Magnesium- oder Calcium-haltigen Antazida sollte vermieden werden, da dies die Resorption des Antibiotikums vermindert.
-
Es wird ausdrücklich vor den Risiken einer QT-Verlängerung und von Sehnenrupturen gewarnt.
💡Praxis-Tipp
Bei dialysepflichtigen Personen wird laut Fachinformation darauf hingewiesen, dass die Ciprofloxacin-Gabe zwingend nach der Hämodialyse erfolgen muss. Zudem wird eine engmaschige Überwachung der Theophyllin-Spiegel bei Komedikation empfohlen, da Ciprofloxacin als CYP1A2-Inhibitor zu einer klinisch relevanten Kumulation von Theophyllin führen kann.
Häufig gestellte Fragen
Laut Dosing.de ist eine Dosisanpassung ab einer glomerulären Filtrationsrate (GFR) von unter 60 ml/min erforderlich. Bei Werten darüber kann die Standarddosierung beibehalten werden.
Die Quelle gibt vor, dass die Verabreichung von Ciprofloxacin bei Hämodialyse stets nach der Dialysesitzung erfolgen soll. Die empfohlene Dosis beträgt dabei 250 bis 500 mg alle 24 Stunden.
Magnesium- oder Calcium-haltige Antazida vermindern die enterale Resorption von Ciprofloxacin signifikant. Es wird daher empfohlen, diese Kombination zu vermeiden, um einen Wirkverlust des Antibiotikums zu verhindern.
Ciprofloxacin hemmt das Cytochrom-P450-Enzym CYP1A2, über das Theophyllin abgebaut wird. Die Fachinformation empfiehlt daher, die Theophyllin-Spiegel bei gleichzeitiger Gabe engmaschig zu überwachen, um toxische Kumulationen zu vermeiden.
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Quelle: Ciprofloxacin - Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz (Dosing.de / Fachinformation, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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