StatPearls2026

Blutvolumen: Regulation, Berechnung und Hypovolämie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Blutvolumen umfasst die gesamte zirkulierende Flüssigkeit in Arterien, Kapillaren, Venen und den Herzkammern. Es setzt sich aus Plasma (etwa 60 Prozent) sowie Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten (etwa 40 Prozent) zusammen.

Ein durchschnittlicher Erwachsener verfügt über knapp 5 Liter zirkulierendes Blut. Frauen haben tendenziell ein geringeres Blutvolumen als Männer, wobei es während einer Schwangerschaft um etwa 50 Prozent ansteigt.

Die Aufrechterhaltung des Blutvolumens ist für die kontinuierliche Perfusion der Körpergewebe und die Regulation der Osmolalität unerlässlich. Eine Dysfunktion kann zu schwerwiegenden klinischen Zuständen wie hypovolämischem Schock oder Ödemen führen.

Empfehlungen

Die StatPearls-Übersicht beschreibt folgende Kernaspekte zur Physiologie und Klinik des Blutvolumens:

Regulation des Blutvolumens

Laut der Übersicht sind mehrere Organsysteme an der Regulation beteiligt:

  • Das renale System steuert das Volumen primär durch Filtration und Reabsorption von Wasser und gelösten Stoffen.

  • Die Nieren sezernieren zudem Erythropoetin, welches das Knochenmark zur Produktion roter Blutkörperchen anregt.

  • Das kardiovaskuläre System passt den arteriellen Druck an Volumenänderungen an, um die Gewebeperfusion aufrechtzuerhalten.

  • Das Nervensystem unterstützt die Regulation durch sympathische Nervenaktivität und Interaktion mit den anderen Systemen.

Klinische Bedeutung und Monitoring

Die Übersicht unterscheidet strikt zwischen Hypovolämie (Verlust von Natrium, Wasser oder Plasma) und Dehydratation (reiner Wasserverlust). Beide Zustände führen zu einem verringerten Blutvolumen.

Bei hospitalisierten Personen wird ein Monitoring des Volumenstatus über die Herzfrequenz, den systolischen Blutdruck oder den zentralvenösen Druck beschrieben.

Eine Hypervolämie entsteht häufig durch Nieren-, Herz- oder Leberinsuffizienz und führt zu Flüssigkeitsansammlungen wie Aszites oder Lungenödemen.

Berechnung des Blutvolumens

Zur Schätzung des Blutvolumens werden zwei Formeln aufgeführt. Die Nadler-Formel nutzt Geschlecht, Größe (H in Metern) und Gewicht (W in kg).

Für Personen mit höherem Body-Mass-Index (BMI) ohne kritische Erkrankungen wird die Lemmens-Bernstein-Brodsky-Gleichung als genauer beschrieben.

FormelAnwendungsbereichBerechnungsgrundlage
Nadler-Gleichung (Männer)Normalgewichtige Erwachsene(0,3669 × H³) + (0,03219 × W) + 0,6041
Nadler-Gleichung (Frauen)Normalgewichtige Erwachsene(0,3561 × H³) + (0,03308 × W) + 0,1833
Lemmens-Bernstein-BrodskyHöherer BMI / Adipositas70 × W / [√(BMI / 22)]
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Übersicht betont die wichtige klinische Unterscheidung zwischen Hypovolämie und Dehydratation. Während eine Dehydratation ausschließlich durch einen Wassermangel entsteht, geht eine Hypovolämie auch mit einem Verlust von Natrium oder Plasma einher. Es wird hervorgehoben, dass diese Unterscheidung aufgrund der unterschiedlichen Auswirkungen auf die Plasmaosmolalität für die Wahl der geeigneten Infusionstherapie essenziell ist.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Übersicht verfügt ein durchschnittlicher Erwachsener über knapp 5 Liter zirkulierendes Blut. Bei Frauen ist das Volumen tendenziell geringer, steigt jedoch in der Schwangerschaft um etwa 50 Prozent an.

Die primäre Regulation erfolgt über die Nieren durch die Anpassung von Filtration und Reabsorption. Zusätzlich wird das Volumen durch das kardiovaskuläre System, das Knochenmark und das Nervensystem gesteuert.

Eine Dehydratation beschreibt einen reinen Wasserverlust des Körpers. Eine Hypovolämie umfasst hingegen auch den Verlust von Natrium oder Plasma, beispielsweise durch Blutungen.

Für Personen mit einem hohen Body-Mass-Index wird die Lemmens-Bernstein-Brodsky-Gleichung empfohlen. Diese gilt als genauer für höhere Gewichtsklassen im Vergleich zur klassischen Nadler-Gleichung.

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Quelle: StatPearls: Physiology, Blood Volume (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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