NICE

Betriebliches Gesundheitsmanagement: Praxis-Empfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: NICE|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Arbeit hat generell einen positiven Einfluss auf die physische und psychische Gesundheit. Die NICE-Leitlinie NG13 betont, dass das Wohlbefinden der Mitarbeiter eng mit der Arbeitsleistung und der Produktivität des Unternehmens verknüpft ist.

Schlechte Arbeitsbedingungen, mangelnde Kontrolle über die eigene Tätigkeit oder unzureichende Führung können jedoch zu Stress, Burnout und vermehrten Fehlzeiten führen. Präsentismus, also das Arbeiten trotz Krankheit, stellt dabei oft ein größeres Problem dar als Absentismus.

Ein besonderer Fokus liegt auf der wachsenden Gruppe älterer Arbeitnehmer. Um diese länger im Berufsleben zu halten, werden gezielte Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit und zur Vermeidung von Altersdiskriminierung als essenziell beschrieben.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für das Gesundheitsmanagement am Arbeitsplatz:

Unternehmenskultur und Führung

Laut Leitlinie wird empfohlen, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu einer zentralen Priorität des Top-Managements zu machen. Es wird angeraten, den Zusammenhang zwischen Mitarbeitergesundheit und verbesserter Produktivität klar zu kommunizieren.

Die Leitlinie hebt die wichtige Rolle von Führungskräften hervor und empfiehlt einen positiven Führungsstil. Dieser zeichnet sich durch folgende Aspekte aus:

  • Förderung von Kreativität und neuen Ideen

  • Offene und ansprechbare Kommunikation

  • Anerkennung der individuellen Leistung jedes Mitarbeiters

  • Frühzeitige Identifikation und Adressierung von Problemen

Schulung von Führungskräften

Es wird empfohlen, dass direkte Vorgesetzte angemessene Schulungen erhalten. Die Leitlinie nennt hierbei unter anderem Trainings zu effektiver Führung, Konfliktlösung und dem Umgang mit organisatorischen Veränderungen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der psychischen Gesundheit. Führungskräfte sollen laut Leitlinie darin geschult werden, Anzeichen für psychische Probleme oder Stress bei Mitarbeitern zu erkennen und entsprechende Unterstützungsangebote aufzuzeigen.

Arbeitsplatzgestaltung und Flexibilität

Die Leitlinie empfiehlt, Mitarbeiter in die Gestaltung ihrer Aufgaben einzubeziehen und ihnen ein angemessenes Maß an Kontrolle über ihre Arbeit zu geben. Soweit es die betrieblichen Abläufe zulassen, wird eine flexible Arbeitszeitgestaltung befürwortet.

Bei der Arbeitsplatzgestaltung sollen physische Belastungen berücksichtigt werden. Es wird empfohlen, ergonomische Überprüfungen durchzuführen und die körperliche Aktivität während des Arbeitstages zu fördern.

Ältere Arbeitnehmer

Gemäß der Leitlinie wird empfohlen, älteren Mitarbeitern die gleichen Schulungs- und Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten wie jüngeren. Es wird nachdrücklich dazu geraten, jeden Mitarbeiter als Individuum zu behandeln und stereotype Annahmen über das Alter zu vermeiden.

Die Leitlinie rät dazu, die Bedürfnisse älterer Arbeitnehmer in Diversitätsrichtlinien zu integrieren. Dies schließt die Berücksichtigung von veränderten Pflegeverantwortlichkeiten im familiären Umfeld sowie die Anpassung von Schichtarbeitsmodellen ein.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, dass eine schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einer Krankheit nicht zwingend eine verbesserte Gesundheit bedeutet. Es wird betont, dass aggressive Rückkehrverfahren den Präsentismus fördern können, was sich letztlich nachteilig auf die Organisation auswirkt. Eine nachhaltige und unterstützende Wiedereingliederung wird stattdessen als zielführender beschrieben.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Schaffung eines unterstützenden Umfelds, in dem Mitarbeiter proaktiv ihre Gesundheit schützen können. Zudem wird zu Schulungen für Führungskräfte geraten, damit diese Anzeichen von psychischen Problemen frühzeitig erkennen und Hilfsangebote vermitteln können.

Laut Leitlinie wirkt sich ein gewisses Maß an Kontrolle und Flexibilität über die eigene Arbeit positiv auf die Gesundheit aus. Es wird empfohlen, Mitarbeiter in die Gestaltung ihrer Aufgaben einzubeziehen und ergonomische Aspekte zu berücksichtigen.

Die Leitlinie betont, dass ältere Mitarbeiter die gleichen Fortbildungs- und Entwicklungschancen erhalten sollen wie jüngere. Es wird dringend geraten, stereotype Annahmen zu vermeiden und individuelle Lebensumstände, wie etwa familiäre Pflegeaufgaben, zu berücksichtigen.

Präsentismus, also das Arbeiten trotz Krankheit, wird in der Leitlinie als potenziell schädlich für die langfristige Gesundheit und die Produktivität des Unternehmens beschrieben. Es wird darauf hingewiesen, dass eine zu strikte Rückkehrpolitik nach Krankheitsausfällen dieses Verhalten unbeabsichtigt fördern kann.

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Quelle: NG13: Workplace health: management practices (NICE). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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