Assistierte Reproduktion (ART): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie bietet strukturierte Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch vor einer assistierten reproduktionsmedizinischen Behandlung (ART). Infertilität wird als das Ausbleiben einer Schwangerschaft nach 12 Monaten ungeschütztem Geschlechtsverkehr definiert.

Bei Frauen über 35 Jahren wird eine weiterführende Diagnostik bereits nach 6 Monaten empfohlen. Die Ursachen für eine Infertilität verteilen sich auf weibliche, männliche und gemischte Faktoren.

Eine umfassende Abklärung umfasst anatomische, endokrine, infektiologische, genetische und andrologische Aspekte. Zudem spielen Lebensstilfaktoren wie Gewicht, Nikotinkonsum und Stress eine wesentliche Rolle für den Therapieerfolg.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass der AMH-Wert (Anti-Müller-Hormon) zwar zur Abschätzung der ovariellen Aktivität und der Ansprechbarkeit auf eine hormonelle Stimulation dient, jedoch nicht zur generellen Beurteilung der Fertilität eingesetzt werden soll. Zudem wird bei asymptomatischen Patientinnen von einem routinemäßigen Screening auf Thrombophilien oder unpezifische Autoantikörper abgeraten, da dies keine therapeutische Konsequenz für die Lebendgeburtenrate hat.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt eine andrologische Untersuchung, wenn nach 12 Monaten ungeschütztem Verkehr keine Schwangerschaft eintritt. Bei Auffälligkeiten in der Anamnese oder wenn die Partnerin über 35 Jahre alt ist, wird eine frühzeitigere Abklärung angeraten.

Bei Frauen mit polyzystischem Ovarsyndrom (PCOS) und Anovulation wird Clomifen oder Letrozol (Off-Label-Use) als Erstlinientherapie empfohlen. Zur Vermeidung von Mehrlingsschwangerschaften wird ein sonographisches Monitoring der Stimulation dringend angeraten.

Ein routinemäßiges Screening auf eine akute Chlamydieninfektion mittels Abstrich wird bei asymptomatischen Frauen nicht empfohlen. Es kann jedoch eine Chlamydienserologie durchgeführt werden, um das Risiko für einen tubaren Faktor abzuschätzen.

Bei Verdacht auf eine obstruktive Azoospermie wird nach Ausschluss anderer Ursachen eine Analyse des CFTR-Gens empfohlen. Ist dieser Befund unauffällig, sollte laut Leitlinie eine Analyse des ADGRG2-Gens erfolgen.

Es wird bei allen Frauen eine TSH-Bestimmung empfohlen. Liegt der Wert über 2,5 mU/l, wird eine Substitution mit L-Thyroxin empfohlen, um einen Zielwert von unter 2,5 mU/l zu erreichen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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