Arbovirosen: Diagnostik und Therapie bei Rückkehrern

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie humanmedizinisch relevanter Arbovirosen. Zu dieser Gruppe gehören durch Arthropoden (wie Stechmücken oder Zecken) übertragene Viren, insbesondere Dengue-, Chikungunya-, West-Nil-, Zika-, Gelbfieber- und das Japanische-Enzephalitis-Virus.

Aufgrund von Globalisierung, zunehmendem Reiseverkehr und dem Klimawandel breiten sich die Vektoren, wie die Asiatische Tigermücke, zunehmend auch in gemäßigten Klimazonen aus. Dies führt zu einer steigenden Relevanz dieser Erkrankungen in Europa.

Die klinische Präsentation reicht von asymptomatischen Verläufen über unspezifische fieberhafte Infekte bis hin zu lebensbedrohlichen hämorrhagischen Fiebern oder neurologischen Manifestationen. Eine strukturierte Diagnostik ist daher essenziell.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Reiserückkehrern mit unklarem Fieber und Gelenk- oder Kopfschmerzen wird empfohlen, primär Paracetamol zur Analgesie und Antipyrese einzusetzen. Die Leitlinie warnt davor, ASS oder NSAR zu verwenden, bevor ein hämorrhagisches Fieber wie Dengue sicher ausgeschlossen wurde, da dies das Risiko für lebensbedrohliche Blutungen signifikant erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird Paracetamol als Mittel der Wahl zur Fieber- und Schmerztherapie empfohlen. Auf ASS und NSAR sollte wegen des potenziellen Blutungsrisikos verzichtet werden.

Die Leitlinie empfiehlt den direkten Virusnachweis mittels PCR aus Blut oder Urin in der ersten Krankheitswoche (bis ca. Tag 7 nach Symptombeginn). Danach ist die Virämie meist zu gering und es sollte auf eine serologische Diagnostik umgestellt werden.

Als Warnzeichen für einen schweren Verlauf nennt die Leitlinie unter anderem abdominelle Schmerzen, persistierendes Erbrechen, Schleimhautblutungen und einen ansteigenden Hämatokrit bei gleichzeitigem Thrombozytenabfall. Bei diesen Zeichen wird eine stationäre Überwachung empfohlen.

Es wird empfohlen, bei asymptomatischen Reiserückkehrern aus Endemiegebieten frühestens ab dem 28. Tag nach Rückkehr eine serologische Testung (IgM/IgG) durchzuführen.

Die Leitlinie beschreibt, dass die Polyarthralgien in eine chronische Phase übergehen können, die länger als drei Monate und teilweise bis zu mehrere Jahre andauert.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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