Analkarzinom-Screening bei HIV: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie befasst sich mit dem Screening und der Behandlung von analen Dysplasien bei Menschen mit HIV. Das Analkarzinom tritt in dieser Personengruppe, insbesondere bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), deutlich häufiger auf als in der Allgemeinbevölkerung.

Ursächlich für die Entstehung sind in fast allen Fällen persistierende Infektionen mit High-Risk-Typen des Humanen Papillomavirus (HR-HPV). Aus diesen Infektionen können sich über einen längeren Zeitraum anale intraepitheliale Neoplasien (AIN) entwickeln.

Es konnte gezeigt werden, dass die gezielte Behandlung hochgradiger analer Dysplasien (HSIL) die Inzidenz von Analkarzinomen signifikant senkt. Ein strukturiertes Screening dient daher der Früherkennung und Prävention.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler bei der Gewinnung der analen Zytologie ist die unzureichende Vorbereitung. Laut Leitlinie sollte der Abstrich nicht erfolgen, wenn in den letzten 24 Stunden rezeptiver Analverkehr praktiziert oder eine anale Spülung durchgeführt wurde. Zudem wird betont, dass die Zytologie stets als erste intraanale Maßnahme abgenommen werden sollte, um Kontaminationen durch Gleitmittel oder Essiglösung zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt ein regelmäßiges Screening für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), und trans Frauen mit HIV ab dem 35. Lebensjahr. Für alle anderen Menschen mit HIV wird das Screening ab dem 45. Lebensjahr empfohlen.

Sofern keine analen epithelialen Läsionen vorliegen, wird ein Screening-Intervall von 12 bis 24 Monaten empfohlen. Bei Vorliegen von Risikofaktoren kann das Intervall individuell angepasst werden.

Als diagnostischer Goldstandard wird die hochauflösende Anoskopie (HRA) in Kombination mit gezielten Probebiopsien angesehen. Sie soll laut Leitlinie bei auffälligen zytologischen Befunden oder klinischem Verdacht zum Einsatz kommen.

Ein Nachweis von High-Risk-HPV-DNA kann ergänzend zur Zytologie erwogen werden. Bei einem unklaren Zytologie-Befund (ASC-US) und negativem HPV-Test kann laut Leitlinie auf eine weiterführende HRA verzichtet werden.

Es wird empfohlen, auch bestimmten HIV-negativen Risikogruppen ein Screening anzubieten. Dazu zählen laut Leitlinie MSM und trans Frauen ab 45 Jahren sowie Frauen mit hochgradigen vulvären Neoplasien (VIN III).

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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