AkdÄ2022

Intraossäres Lidocain bei Kindern: Warnung der AkdÄ

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der intraossäre Zugang ist in der pädiatrischen Notfallmedizin eine etablierte Methode, um bei kritisch kranken Kindern schnell Medikamente und Flüssigkeiten zu verabreichen. Die Anlage und das Spülen des Zugangs können jedoch schmerzhaft sein.

In diesem Zusammenhang wird gelegentlich Lidocain zur lokalen Schmerztherapie im Knochenmarkraum eingesetzt. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) nimmt in der Drug Safety Mail 2022-50 Stellung zu dieser Praxis.

Anlass für die Publikation war ein konkreter Fallbericht an die UAW-Datenbank der AkdÄ. Dabei ging es um die intraossäre Lidocain-Injektion zur Analgesie bei einem Säugling, was zu einer Neubewertung dieses Vorgehens führte.

Diese Zusammenfassung basiert auf einer kurzen Sicherheitswarnung. Es wurden allgemeine medizinische Hintergrundinformationen zum intraossären Zugang ergänzt, um den Kontext der Warnung zu verdeutlichen.

Empfehlungen

Die AkdÄ formuliert in ihrer Mitteilung klare Aussagen zur intraossären Lidocain-Gabe bei Kindern:

Fehlende wissenschaftliche Evidenz

Laut AkdÄ ist die intraossäre Off-Label-Applikation von Lidocain zur „lokal-systemischen“ Schmerzbehandlung bei pädiatrischen Patienten wissenschaftlich nicht fundiert. Es existiert keine ausreichende Datenlage für diesen Einsatz.

Gefährdung der Patientensicherheit

Die Mitteilung betont, dass diese Praxis nicht angewendet werden sollte. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, da die Sicherheit von Kindern durch diese nicht sachgerechte Anwendung gefährdet werden kann.

Alternativen bevorzugen

Anstelle von intraossärem Lidocain wird auf etablierte Behandlungsoptionen verwiesen. Laut AkdÄ stehen alternative und besser untersuchte Wirkstoffe für die pädiatrische Schmerztherapie zur Verfügung.

Kontraindikationen

Die AkdÄ stuft die intraossäre Gabe von Lidocain zur Schmerztherapie bei pädiatrischen Patienten als nicht sachgerechten und potenziell gefährlichen Off-Label-Use ein.

Von dieser Praxis wird aufgrund der möglichen Gefährdung der Kindersicherheit und der fehlenden wissenschaftlichen Fundierung ausdrücklich abgeraten.

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💡Praxis-Tipp

Laut AkdÄ ist bei der Anlage eines intraossären Zugangs bei Kindern auf die Gabe von Lidocain zur lokalen Analgesie zu verzichten. Es wird empfohlen, stattdessen auf besser untersuchte, alternative Wirkstoffe zur Schmerztherapie zurückzugreifen, um unkalkulierbare Risiken im Rahmen dieses Off-Label-Uses zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Die AkdÄ rät von der intraossären Gabe von Lidocain zur Schmerztherapie bei pädiatrischen Patienten ausdrücklich ab. Es handelt sich um einen wissenschaftlich nicht fundierten und potenziell gefährlichen Off-Label-Use.

Anlass der Warnung war ein Bericht über eine intraossäre Lidocain-Injektion bei einem Säugling. Laut AkdÄ gefährdet diese nicht sachgerechte Anwendung die Sicherheit der Kinder, da die Datenlage für diesen Einsatz fehlt.

Die AkdÄ nennt in der Kurzinformation keine spezifischen Medikamente, verweist aber darauf, dass alternative und besser untersuchte Wirkstoffe zur Verfügung stehen. Es wird empfohlen, auf diese etablierten Optionen zurückzugreifen.

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Quelle: AkdÄ: „Aus der UAW-Datenbank“: Intraossäre Gabe von Lidocain zur Schmerztherapie bei pädiatrischen Patienten – eine nicht sachgerechte, potenziell (AkdÄ, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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