StatPearls2026

ACE-Hemmer: Indikation, Dosierung & Kontraindikationen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht behandelt den Einsatz von Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmern (ACE-Hemmern). Diese Medikamentenklasse wird primär zur Behandlung von Hypertonie, Herzinsuffizienz und weiteren kardiovaskulären sowie renalen Erkrankungen eingesetzt.

Der Wirkmechanismus beruht laut den Autoren auf der Hemmung des Enzyms, das Angiotensin I in Angiotensin II umwandelt. Dies führt zu einer verringerten Vasokonstriktion, einer gesteigerten Natriurese und verhindert das Remodeling von glatter Muskulatur und Herzmuskelzellen.

Zusätzlich wird der Abbau von Bradykinin gehemmt, was einerseits zur Vasodilatation beiträgt, andererseits aber für typische Nebenwirkungen verantwortlich gemacht wird. Lisinopril und Captopril sind die einzigen Vertreter, die keine Prodrugs sind und nicht in der Leber aktiviert werden müssen.

Empfehlungen

Die Übersicht formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz:

Indikationen und Therapieziele

Bei Hypertonie werden ACE-Hemmer als Erstlinientherapie empfohlen, insbesondere bei Vorliegen eines Diabetes mellitus oder kardiovaskulärer Erkrankungen. Es wird darauf hingewiesen, dass sie bei schwarzen Personen als Monotherapie weniger wirksam sind.

Bei Herzinsuffizienz gelten sie als Therapie der ersten Wahl, da sie die Mortalität signifikant senken.

Nach einem Myokardinfarkt wird ein unverzüglicher Therapiebeginn empfohlen, um das Fortschreiten einer Herzinsuffizienz zu verlangsamen.

Nierenprotektion

Bei chronischer Nierenerkrankung (CKD) und diabetischer Nephropathie gelten ACE-Hemmer als Mittel der ersten Wahl.

Sie verlangsamen laut Text den Rückgang der glomerulären Filtrationsrate (GFR) und reduzieren eine Proteinurie.

Monitoring

Es wird ein regelmäßiges Monitoring der Nierenfunktion und der Elektrolyte empfohlen.

Besondere Vorsicht ist bei Personen geboten, die bereits eine Niereninsuffizienz aufweisen oder an einer Nierenarterienstenose leiden.

Bei einem Anstieg des Kaliums, einem Abfall der GFR oder steigendem Kreatinin muss die Dosis laut den Autoren angepasst oder das Medikament abgesetzt werden.

Dosierung

Die Übersicht nennt spezifische Dosierungen für ausgewählte ACE-Hemmer:

WirkstoffIndikationDosierung
CaptoprilHypertonie25 mg (2- bis 3-mal täglich), max. 450 mg/Tag
CaptoprilHerzinsuffizienz6,25 mg (3-mal täglich), max. 450 mg/Tag
FosinoprilHypertonie10 mg bis max. 80 mg/Tag (ggf. aufgeteilt)
FosinoprilHerzinsuffizienz5 bis 10 mg bis max. 40 mg/Tag
Enalapril (i.v.)AllgemeinInitial 0,625–1,25 mg alle 6 h, bis max. 5 mg alle 6 h

Bei geriatrischen Personen, Herzinsuffizienz, Salzdepletion oder Nierenfunktionseinschränkung wird ein Beginn am unteren Ende des Dosierungsspektrums empfohlen.

Kontraindikationen

Die Übersicht nennt folgende absolute Kontraindikationen für ACE-Hemmer:

  • Schwangerschaft (aufgrund teratogener Effekte wie Schädelhypoplasie und Nierenversagen des Fötus)

  • Hereditäres oder idiopathisches Angioödem

  • Angioödem oder Überempfindlichkeit in der Anamnese unter ACE-Hemmer-Therapie

  • Gleichzeitige Einnahme des direkten Renin-Inhibitors Aliskiren

Zudem wird von einer Kombinationstherapie aus ACE-Hemmern und Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARBs) abgeraten, da diese die Mortalität nicht senkt, aber das Risiko für Nierenversagen und lebensbedrohliche Hyperkaliämien erhöht.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein trockener, unproduktiver Husten tritt bei 1 bis 10 % der Behandelten auf und erfordert häufig ein Absetzen der Therapie. Zudem wird auf das Risiko eines lebensbedrohlichen Angioödems hingewiesen, welches bei der afroamerikanischen Bevölkerung häufiger auftritt und eine sofortige Atemwegssicherung erfordern kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Übersicht sind Lisinopril und Captopril die einzigen ACE-Hemmer, die keine Prodrugs sind. Sie eignen sich daher besonders für Personen mit zugrunde liegenden Lebererkrankungen.

Der Text gibt an, dass es keine spezifische Behandlung für den trockenen Reizhusten gibt und dieser oft das Absetzen des Medikaments erfordert. Experimentelle Studien deuten darauf hin, dass NSAR oder mittlere Dosen Aspirin lindernd wirken könnten.

Die Autoren raten von einer Kombinationstherapie aus ACE-Hemmern und ARBs bei Herzinsuffizienz ab. Diese Kombination senkt die Mortalität nicht, erhöht aber das Risiko für lebensbedrohliche Hyperkaliämien und eine Verschlechterung der Nierenfunktion.

Es gibt laut Text kein spezifisches Antidot. Bei Hypotonie wird primär eine Volumentherapie empfohlen, alternativ können Vasopressoren oder bei Captopril-Überdosierungen Naloxon eingesetzt werden.

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Quelle: StatPearls: Angiotensin-Converting Enzyme Inhibitors (ACEI) (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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