StatPearls2026

Tranylcypromin: Dosierung, Diät und Wechselwirkungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Tranylcypromin ist ein irreversibler Monoaminoxidase-Hemmer (MAOI), der primär zur Behandlung der Major Depression ohne Melancholie eingesetzt wird. Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der StatPearls-Monographie zu Tranylcypromin.

Der Wirkstoff hemmt sowohl MAO-A als auch MAO-B und blockiert die Wiederaufnahme von Katecholaminen und Serotonin. Dies führt zu einem Anstieg von Noradrenalin, Adrenalin, Serotonin und Dopamin im zentralen Nervensystem.

Aufgrund seiner strukturellen Ähnlichkeit zu Amphetamin besitzt Tranylcypromin leicht stimulierende Eigenschaften. Der Wirkeintritt erfolgt typischerweise nach 2 bis 4 Wochen, während die Wirkdauer nach dem Absetzen etwa 10 bis 21 Tage beträgt.

Empfehlungen

Die Quelle formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz:

Indikationen

Laut Monographie ist Tranylcypromin primär für die Behandlung der Major Depression ohne Melancholie zugelassen.

Zudem werden folgende Off-Label-Anwendungen beschrieben:

  • Therapieresistente Depression

  • Therapieresistente soziale Angststörung und Panikstörung

  • Atypische Depression

Therapieumstellung und Interaktionen

Die Quelle betont strenge Auswaschphasen zur Vermeidung eines Serotoninsyndroms oder einer hypertensiven Krise. Bei einem Wechsel von einem SSRI auf Tranylcypromin wird eine Pause von mindestens 5 Halbwertszeiten (meist 10 bis 14 Tage) empfohlen.

Bei einem Wechsel von Fluoxetin auf Tranylcypromin ist aufgrund der langen Halbwertszeit eine Pause von mindestens 5 Wochen erforderlich. Bei einer Umstellung von Tranylcypromin auf ein SSRI wird eine Wartezeit von mindestens 2 Wochen empfohlen.

Ernährungsvorgaben

Es wird eine strikt tyraminarme Diät empfohlen, um eine lebensbedrohliche hypertensive Krise zu vermeiden.

Laut Quelle müssen folgende Nahrungs- und Genussmittel zwingend gemieden werden:

  • Gereifter Käse

  • Geräuchertes, gepökeltes oder gereiftes Fleisch und Geflügel

  • Sauerteigbrot, Favabohnen und Sojasauce

  • Bestimmte Bier-Sorten (Fassbier)

Klinische Überwachung

Die Quelle empfiehlt eine engmaschige Überwachung von Blutdruck, Herzfrequenz sowie Nieren- und Leberfunktion. Insbesondere in den ersten 1 bis 2 Behandlungsmonaten wird eine genaue Beobachtung hinsichtlich einer Verschlechterung der Depression oder Suizidalität empfohlen.

Bei älteren Personen wird aufgrund des Risikos für posturale Hypotonie und Synkopen eine besonders vorsichtige Dosierung angeraten. Ein abruptes Absetzen sollte vermieden werden, da dies zu Entzugssymptomen wie Delir führen kann.

Dosierung

Die Quelle gibt folgende Dosierungsempfehlungen für Erwachsene vor:

MedikamentStartdosisTherapeutische DosisMaximaldosis
Tranylcypromin10 mg täglich30 mg täglich (aufgeteilt in Einzeldosen)60 mg täglich

Eine Dosissteigerung kann laut Quelle nach 2 Wochen in Schritten von 10 mg alle 1 bis 3 Wochen erfolgen. Bei älteren Personen oder bei Auftreten einer dosisabhängigen posturalen Hypotonie wird empfohlen, die Tagesdosis auf 3 bis 4 Einzelgaben aufzuteilen.

Kontraindikationen

Die Quelle nennt folgende absolute Kontraindikationen für die Einnahme von Tranylcypromin:

  • Phäochromozytom oder Paragangliom

  • Gleichzeitige Einnahme anderer MAO-Hemmer

  • Gleichzeitige Einnahme von Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (z. B. SSRI, SNRI, Clomipramin)

  • Gleichzeitige Einnahme von Meperidin, Fentanyl, Tramadol oder Dextromethorphan

  • Gleichzeitige Einnahme von Sympathomimetika, Bupropion, Buspiron oder L-Tryptophan

Zudem existiert eine Black-Box-Warnung bezüglich eines erhöhten Risikos für suizidales Verhalten bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre). In der pädiatrischen Population ist das Medikament vollständig kontraindiziert.

Relative Kontraindikationen bestehen bei kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Erkrankungen, Leberfunktionsstörungen sowie bei geplanten Operationen in Vollnarkose.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Warnhinweis der Quelle betrifft das Risiko einer hypertensiven Krise durch Interaktionen mit tyraminreichen Lebensmitteln. Es wird betont, dass bereits 10 mg diätetisches Tyramin ausreichen können, um bei einer MAOI-Therapie einen gefährlichen Blutdruckanstieg auszulösen, der sich initial oft durch okzipitale Kopfschmerzen äußert.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle ist aufgrund der langen Halbwertszeit von Fluoxetin eine Auswaschphase von mindestens 5 Wochen erforderlich. Dies ist entscheidend, um ein lebensbedrohliches Serotoninsyndrom zu vermeiden.

Die Leitlinie warnt vor tyraminreichen Lebensmitteln wie gereiftem Käse, geräuchertem Fleisch, Sojasauce, Favabohnen und bestimmten Biersorten. Der Verzehr kann eine schwere hypertensive Krise auslösen.

Eine hypertensive Krise äußert sich laut Quelle initial häufig durch okzipitale Kopfschmerzen. Darauf folgen oft Verwirrtheit, Brustschmerzen, verschwommenes Sehen, Übelkeit oder Palpitationen.

Die Behandlung wird üblicherweise mit 10 mg täglich begonnen und kann auf eine therapeutische Dosis von 30 mg pro Tag gesteigert werden. Die Maximaldosis liegt laut Quelle bei 60 mg täglich.

Die Quelle rät zu großer Vorsicht, da das Medikament mit fetalen Todesfällen und Fehlbildungen in Verbindung gebracht wurde. Ein Einsatz sollte nur erfolgen, wenn der potenzielle Nutzen die Risiken eindeutig übersteigt.

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Quelle: StatPearls: Tranylcypromine (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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