BfArM2011

Tigecyclin (Tygacil): Indikation und Mortalitätsrisiko

Diese Leitlinie stammt aus 2011 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2011)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Tigecyclin (Handelsname Tygacil) ist ein Breitbandantibiotikum aus der Klasse der Glycylcycline. Es wird im klinischen Alltag primär als Reserveantibiotikum bei schweren bakteriellen Infektionen eingesetzt, wie etwa bei komplizierten intraabdominellen Infektionen oder komplizierten Haut- und Weichteilinfektionen.

Im März 2011 veröffentlichte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einen Rote-Hand-Brief zu diesem Wirkstoff. Anlass waren neue Daten zur Arzneimittelsicherheit, die eine kritische Neubewertung des Nutzen-Risiko-Profils erforderlich machten.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Abstract der entsprechenden Sicherheitswarnung. Zur besseren klinischen Einordnung wurden allgemeine medizinische Hintergrundinformationen ergänzt.

Empfehlungen

Zentrale Sicherheitswarnung

Der Rote-Hand-Brief des BfArM kommuniziert eine dringende Warnung für den klinischen Einsatz von Tigecyclin (Tygacil).

Laut der Sicherheitsinformation werden folgende Punkte hervorgehoben:

  • Es erfolgt eine strikte Einschränkung aller Anwendungsgebiete für den Wirkstoff.

  • Ursächlich für diese weitreichende Maßnahme ist eine erhöhte Mortalität, die in klinischen Studien unter der Therapie mit Tigecyclin beobachtet wurde.

Klinische Konsequenz

Aufgrund der beobachteten erhöhten Sterblichkeit wird im klinischen Alltag empfohlen, die Indikation für Tigecyclin äußerst streng zu stellen. Der Einsatz sollte auf Situationen beschränkt bleiben, in denen andere, alternative Antibiotika nicht geeignet sind.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird dringend empfohlen, Tigecyclin aufgrund der in Studien beobachteten erhöhten Mortalität nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung einzusetzen, wenn keine geeigneten therapeutischen Alternativen zur Verfügung stehen.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM veröffentlichte die Warnung aufgrund einer erhöhten Mortalität. Diese wurde in klinischen Studien unter der Therapie mit dem Wirkstoff Tigecyclin beobachtet.

Laut der Sicherheitsinformation des BfArM sind alle Anwendungsgebiete von der Einschränkung betroffen. Es gibt keine Ausnahmen von dieser generellen Warnung.

Im klinischen Alltag wird empfohlen, den Wirkstoff nur noch als Reserveantibiotikum einzusetzen. Dies gilt für Fälle, in denen andere alternative Antibiotika nicht geeignet sind.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu TYGACIL® (Tigecyclin): Einschränkung aller Anwendungsgebiete (BfArM, 2011). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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