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STIKO-Impfempfehlung: Influenza (Grippe) 2024

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf STIKO (Robert Koch-Institut) Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Influenza-Impfung sollte jährlich im Herbst (Oktober bis November) erfolgen.
  • Indiziert ist die Impfung unter anderem für Personen ab 60 Jahren, chronisch Kranke, Schwangere und medizinisches Personal.
  • Für Personen ab 60 Jahren wird bevorzugt ein Hochdosis-Impfstoff empfohlen.
  • Schwangere können ab dem 2. Trimenon (bei Risiko ab dem 1. Trimenon) sicher mit einem Totimpfstoff geimpft werden.
  • Eine zeitgleiche Verabreichung mit der COVID-19-Impfung ist möglich.
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Hintergrund

Die saisonale Influenza (Grippe) erfordert eine jährliche Impfung, da der Impfstoff jedes Jahr an die aktuell zirkulierenden Virusstämme angepasst werden muss. Der optimale Zeitpunkt für die Immunisierung ist im Herbst (Oktober bis November).

Indikationen für die Influenza-Impfung

Die STIKO empfiehlt die Grippeimpfung gezielt für bestimmte Risikogruppen und Personen mit erhöhtem Expositionsrisiko:

  • Alle Personen ≥ 60 Jahre
  • Schwangere ab dem 2. Trimenon
  • Chronisch Kranke (Erkrankungen von Herz, Lunge, Niere, Leber, Nervensystem sowie Diabetes mellitus)
  • Immunsupprimierte Patienten
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Medizinisches Personal
  • Personal in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr

Impfstoffe und besondere Personengruppen

Je nach Alter und Gesundheitszustand kommen unterschiedliche Impfstofftypen zum Einsatz. Die STIKO gibt hierfür klare Präferenzen vor:

PersonengruppeEmpfohlener Impfstoff / Besonderheiten
Personen ≥ 60 JahreHochdosis-Impfstoff bevorzugt
SchwangereTotimpfstoff ab dem 2. Trimenon (bei erhöhtem Risiko bereits ab dem 1. Trimenon)
Kinder (2-17 Jahre)Lebendimpfstoff nasal (LAIV) möglich
ImmunsupprimierteNur Totimpfstoff zulässig

Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen

Folgende Kontraindikationen sind vor der Influenza-Impfung zu beachten:

  • Schwere Allergie gegen Hühnereiweißprotein
  • Allergie gegen sonstige Impfstoffbestandteile
  • Akute schwere Erkrankung mit Fieber

Wichtiger Hinweis zur Hühnereiweißallergie: Auch bei Vorliegen einer Eiereiweißallergie ist die Impfung in den meisten Fällen möglich, sollte jedoch unter ärztlicher Beobachtung stattfinden.

Praktische Hinweise zur Koadministration

Die Influenza-Impfung kann problemlos zeitgleich mit der COVID-19-Impfung verabreicht werden. Es ist kein zeitlicher Abstand erforderlich.

💡Praxis-Tipp

Nutzen Sie bei Patienten ab 60 Jahren konsequent den Hochdosis-Impfstoff und bieten Sie die Grippeimpfung im Herbst proaktiv zeitgleich mit einer anstehenden COVID-19-Auffrischimpfung an.

Häufig gestellte Fragen

Die STIKO empfiehlt die jährliche Impfung im Herbst, idealerweise in den Monaten Oktober und November.
Für Personen ab 60 Jahren wird bevorzugt ein Hochdosis-Impfstoff empfohlen.
Ja, Schwangere sollten ab dem 2. Trimenon mit einem Totimpfstoff geimpft werden. Bei Vorliegen von Risikofaktoren ist die Impfung bereits ab dem 1. Trimenon indiziert.
Eine schwere Allergie gegen Hühnereiweißprotein gilt als Kontraindikation. In den meisten Fällen ist die Impfung bei Eiereiweißallergie jedoch unter ärztlicher Beobachtung möglich.
Ja, die Influenza-Impfung kann zeitgleich mit der COVID-19-Impfung verabreicht werden.

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