StatPearls2026

Steatorrhoe Diagnostik und Therapie: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Steatorrhoe ist definiert als eine erhöhte Fettausscheidung im Stuhl. Sie ist ein klinisches Merkmal der Fettmalabsorption, für deren physiologischen Ablauf Gallensäuren, Verdauungsenzyme und eine intakte Dünndarmschleimhaut essenziell sind.

Die Ursachen lassen sich in drei Hauptkategorien unterteilen: exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI), Gallensäuremangel und Erkrankungen des Dünndarms. Zu den häufigsten Auslösern zählen chronische Pankreatitis, Mukoviszidose, Zöliakie und primär biliäre Cholangitis (PBC).

Klinisch präsentiert sich eine Steatorrhoe durch voluminöse, blasse, übelriechende und fettige Stühle, die oft in der Toilettenschüssel schwimmen. Begleitend treten häufig Gewichtsverlust und Mangelerscheinungen der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K auf.

Empfehlungen

Der StatPearls-Artikel formuliert folgende Kernempfehlungen zur Abklärung und Behandlung der Steatorrhoe:

Diagnostik der Steatorrhoe

Die quantitative Bestimmung des Stuhlfetts gilt als erster essenzieller Schritt zur Diagnosesicherung. Es wird die Berechnung des Fettabsorptionskoeffizienten (CFA) über eine 72-Stunden-Stuhlsammlung empfohlen.

Für diese Untersuchung sollen die Betroffenen zuvor fünf Tage lang eine strikte Diät mit täglich 100 g Fett einhalten. Ein CFA-Wert von über 92 % wird als normal eingestuft.

Ursachenspezifische Diagnostik

Zur Abklärung einer exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI) wird die Bestimmung der fäkalen Elastase aus einer einzelnen, geformten Stuhlprobe empfohlen. Der Text klassifiziert die Werte wie folgt:

Fäkale Elastase (mcg/g Stuhl)InterpretationKlinische Bedeutung
> 200NormalKeine exokrine Pankreasinsuffizienz
100 - 200IndeterminiertGraubereich, weitere Abklärung erwägen
< 100AbnormalHinweis auf exokrine Pankreasinsuffizienz

Bei Verdacht auf Zöliakie wird als Screeningtest die Bestimmung der Gewebstransglutaminase-IgA-Antikörper (TTG-IgA) zusammen mit dem Gesamt-IgA empfohlen. Bei einem IgA-Mangel sollte auf TTG-IgG und deamidierte Gliadinpeptide-IgG (DGP-IgG) ausgewichen werden.

Für die Diagnostik einer Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) werden in der klinischen Praxis Atemtests mit Glukose oder Laktulose bevorzugt.

Therapie der Grunderkrankungen

Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ätiologie. Der Text empfiehlt folgende spezifische Ansätze:

  • Bei EPI: Pankreasenzymersatztherapie (PERT) in Kombination mit einer normalen bis fettreichen Ernährung und der Substitution fettlöslicher Vitamine.

  • Bei SIBO: Empirische Antibiotikatherapie, wobei Rifaximin häufig bevorzugt wird.

  • Bei Zöliakie: Lebenslange, strikt glutenfreie Diät sowie ein Ausgleich von Nährstoffdefiziten.

  • Bei PBC: Ursodeoxycholsäure als Therapie der ersten Wahl.

Kontraindikationen

Der Text rät ausdrücklich von einer Fettrestriktion bei Personen mit exokriner Pankreasinsuffizienz ab.

Obwohl eine fettarme Diät das Stuhlvolumen und die Symptome reduzieren kann, verschlechtert sie den Ernährungszustand erheblich. Diese Maßnahme wird daher nicht mehr empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Eine Fettrestriktion zur Symptomkontrolle bei exokriner Pankreasinsuffizienz gilt als obsolet, da sie die Mangelernährung weiter verschärft. Stattdessen wird eine normale bis fettreiche Ernährung unter adäquater Pankreasenzymersatztherapie empfohlen. Zudem wird betont, dass für die fäkale Elastase-Bestimmung zwingend geformter Stuhl benötigt wird, da wässrige Proben durch Verdünnung zu falsch-niedrigen Werten führen.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose wird durch eine quantitative Stuhlfettbestimmung über 72 Stunden gesichert. Dabei wird der Fettabsorptionskoeffizient berechnet, nachdem die betroffene Person zuvor fünf Tage lang täglich 100 g Fett zu sich genommen hat.

Laut Leitlinie gilt ein Wert von unter 100 mcg/g Stuhl als abnormal und weist auf eine exokrine Pankreasinsuffizienz hin. Werte über 200 mcg/g gelten als normal.

Es wird die Bestimmung der Gewebstransglutaminase-IgA-Antikörper (TTG-IgA) in Kombination mit dem Gesamt-IgA empfohlen. Bei einem IgA-Mangel sollte auf IgG-basierte Tests ausgewichen werden.

Der Text empfiehlt einen empirischen Therapieversuch mit Antibiotika. In vielen Einrichtungen wird dabei Rifaximin gegenüber anderen Wirkstoffen bevorzugt.

Eine unbehandelte Steatorrhoe führt zu Mangelernährung und Gewichtsverlust. Zudem drohen Defizite der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K, was unter anderem zu Osteopenie oder Osteoporose führen kann.

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Quelle: StatPearls: Steatorrhea (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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