StatPearls2026

Costello-Syndrom (Faciocutaneoskeletal): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Costello-Syndrom (faziokutaneoskelettales Syndrom) ist eine seltene autosomal-dominante genetische Erkrankung aus der Gruppe der RASopathien. Es wird durch heterozygote Keimbahnmutationen im HRAS-Gen verursacht, was zu einer Überaktivierung des RAS/MAPK-Signalwegs führt.

Die Erkrankung ist durch eine Vielzahl multisystemischer Symptome gekennzeichnet, darunter kardiovaskuläre Anomalien, charakteristische Gesichtszüge und ektodermale Auffälligkeiten. Zudem besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für maligne Tumoren wie Rhabdomyosarkome, Neuroblastome und Blasenkarzinome.

Die Prävalenz wird auf etwa 1:380.000 geschätzt, wobei die meisten Fälle de novo entstehen. Ein erhöhtes väterliches Alter gilt als Risikofaktor für das Auftreten der Mutation.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und zum Management des Costello-Syndroms:

Diagnostik und Evaluation

Die Diagnose wird primär klinisch gestellt und sollte laut Leitlinie durch eine molekulargenetische Untersuchung (Sequenzierung des HRAS-Gens) bestätigt werden. Dies ist entscheidend, um Risiken basierend auf Genotyp-Phänotyp-Korrelationen genauer einzuordnen.

Bereits pränatal kann die Erkrankung durch Ultraschallbefunde wie Polyhydramnion, Makrosomie, fetale Arrhythmien und verkürzte Röhrenknochen vermutet werden.

Klinische Manifestationen

Die Leitlinie klassifiziert die vielzähligen Symptome nach Organsystemen. Zu den wichtigsten Manifestationen gehören:

OrgansystemTypische Befunde
PränatalPolyhydramnion, Makrosomie, verkürzte Röhrenknochen, fetale Arrhythmie
KardiovaskulärHypertrophe Kardiomyopathie, atriale Tachykardie, Pulmonalstenose
NeurologischEntwicklungsverzögerung, Makrozephalie, Krampfanfälle, Chiari-I-Malformation
EktodermalPapillome (perinasal/perianal), lose Haut, tiefe palmare/plantare Furchen
OnkologischRhabdomyosarkom, Neuroblastom, Übergangszellkarzinom der Blase

Kardiales Monitoring und Therapie

Aufgrund des hohen Risikos für eine hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) und Rhythmusstörungen wird eine kardiologische Anbindung ab der Geburt empfohlen.

Die Leitlinie rät zu regelmäßigen Kontrollen mittels Elektrokardiographie (EKG), Echokardiographie und Holter-Monitoring, insbesondere in den ersten zwei Lebensjahren.

Für die Behandlung kardialer Anomalien nennt die Leitlinie folgende Optionen:

  • Pharmakologische Therapie als Erstlinientherapie bei progressiver HCM

  • Chirurgische Eingriffe (z. B. septale Myektomie oder Pulmonalvalvuloplastie) bei unzureichendem Ansprechen

  • Neuere medikamentöse Ansätze wie Trametinib, die in Fallserien vielversprechende Ergebnisse zeigten

Multidisziplinäres Management

Das Management erfordert einen interprofessionellen Ansatz. Die Leitlinie empfiehlt die Einbindung folgender Fachdisziplinen:

  • Gastroenterologie zur Behandlung von Fütterstörungen, die in den ersten 2 bis 4 Lebensjahren häufig eine Sonden- oder Gastrostomieernährung erfordern

  • Neurologie für regelmäßige Beurteilungen der kognitiven und adaptiven Entwicklung

  • Onkologie zur strukturierten Tumorsurveillance aufgrund des 42-fach erhöhten Krebsrisikos

  • Endokrinologie zur Beurteilung von Wachstumsstörungen und endokrinen Komplikationen

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie hebt hervor, dass Feten mit Costello-Syndrom häufig eine Makrosomie und Makrozephalie aufweisen, ihre Körperlänge jedoch im Normalbereich bleibt. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Makrosomie primär durch subkutane Ödeme und nicht durch echtes Überwachstum bedingt ist. Zudem wird betont, dass bei unklarem Polyhydramnion und Makrosomie nach Ausschluss eines mütterlichen Diabetes differenzialdiagnostisch an ein Costello-Syndrom gedacht werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird das Costello-Syndrom durch heterozygote Keimbahnmutationen im HRAS-Gen (Locus 11p15.5) verursacht. Diese führen zu einer Überaktivierung des RAS/MAPK-Signalwegs.

Die Leitlinie beschreibt ein 42-fach erhöhtes Krebsrisiko bei betroffenen Kindern. Zu den häufigsten soliden Tumoren im Kindesalter zählen Rhabdomyosarkome und Neuroblastome, während im Jugend- und Erwachsenenalter vermehrt Blasenkarzinome auftreten.

Es wird berichtet, dass Betroffene in den ersten 2 bis 4 Lebensjahren häufig unter ausgeprägten Fütter- und Schluckstörungen leiden. Diese machen oft eine Ernährung über eine Nasenmagen- oder Gastrostomiesonde erforderlich, bevor orale Nahrung toleriert wird.

Gemäß der Leitlinie entwickeln viele Betroffene eine hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) sowie Rhythmusstörungen, insbesondere chaotische atriale Tachykardien. Auch Klappenanomalien wie eine Pulmonalstenose werden häufig beobachtet.

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Quelle: StatPearls: Faciocutaneoskeletal Syndrome (Costello Syndrome) (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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