StatPearls2026

Chromoblastomykose: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie befasst sich mit der Chromoblastomykose, einer chronischen, granulomatösen Infektion der Haut und des subkutanen Gewebes. Diese wird durch dematiaceöse (pigmentierte) Pilze verursacht, die vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten endemisch sind.

Die Übertragung erfolgt typischerweise durch eine traumatische Inokulation der Pilze aus dem Boden oder von Pflanzenmaterial in die Haut. Besonders gefährdet sind landwirtschaftliche Arbeiter in ländlichen Regionen, wobei die Läsionen meist an den unteren Extremitäten auftreten.

Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Komplikationen wie dauerhafter Gewebefibrose, sekundären bakteriellen Infektionen oder einem Lymphödem führen. In seltenen Fällen wird laut Leitlinie eine maligne Transformation zu einem Plattenepithelkarzinom im Bereich der chronischen Infektion beschrieben.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie:

Diagnostik

Bei Verdacht auf eine Chromoblastomykose wird eine ausführliche Anamnese bezüglich Reisen in Endemiegebiete und möglicher Traumata bei Garten- oder Landarbeiten empfohlen.

Zur Sicherung der Diagnose wird die Durchführung einer Hautbiopsie für die histopathologische Untersuchung und das Anlegen einer Pilzkultur empfohlen.

Laut Leitlinie ist der Nachweis von sogenannten Sklerotien (auch "copper pennies" oder Medlar-Körperchen genannt) im Gewebe beweisend für die Erkrankung.

Klassifikation des Schweregrads

Die Leitlinie teilt die Erkrankung in drei Schweregrade ein, nach denen sich die anschließende Therapie richtet:

SchweregradKlinische Kriterien
LeichtSchuppen oder Knoten bis zu 5 cm Durchmesser
MittelschwerEinzelne oder multiple Läsionen (verrukös, tumorös oder als Plaque) an 1-2 benachbarten Körperarealen bis zu 15 cm Durchmesser
SchwerEinzelne oder multiple Läsionen in ausgedehnten Bereichen, die über den mittelschweren Befund hinausgehen

Therapie

Für die Behandlung einer leichten Erkrankung wird primär eine chirurgische Exzision mit einem Sicherheitsabstand von 5 mm im gesunden Gewebe empfohlen. Alternativ können laut Leitlinie Verfahren wie Kryochirurgie, Lasertherapie oder Wärmetherapie erwogen werden.

Bei mittelschweren bis schweren Verläufen wird eine systemische antimykotische Therapie empfohlen. Die Leitlinie präferiert hierbei eine duale Therapie, um synergistische Effekte zu erzielen und die Heilungschancen zu verbessern.

Nachsorge

Es wird ein regelmäßiges Monitoring der Leberwerte empfohlen, insbesondere bei der Gabe von Terbinafin oder Itraconazol.

Nach der klinischen Ausheilung wird eine mehrmonatige Nachbeobachtung mit regelmäßigen Hautbiopsien und Pilzkulturen empfohlen. Dies dient der frühzeitigen Erkennung eines möglichen Rezidivs.

Dosierung

Die Leitlinie nennt folgende Dosierungen für die systemische Therapie der mittelschweren bis schweren Chromoblastomykose:

MedikamentDosierungIndikation / Anmerkung
Terbinafin + ItraconazolTerbinafin 200-400 mg/Tag + Itraconazol 250-500 mg/TagPräferierte duale Therapie bei mittelschwerer bis schwerer Erkrankung
Itraconazol (Monotherapie)100-200 mg/Tag (bis zu 400 mg/Tag)Monotherapie für 12 bis 24 Monate (geringere Erfolgsquote als Kombination)
5-Fluorocytosin50-150 mg/kg/TagIn Kombination mit Itraconazol
Voriconazol400 mg/Tag (aufgeteilt in 2 Dosen)Bei refraktären Fällen
Posaconazol800 mg/Tag (aufgeteilt in 2-4 Dosen)Bei refraktären Fällen

Kontraindikationen

Amphotericin B wird in der Leitlinie zwar als lokal wirksam beschrieben, es wird jedoch vor signifikanten Nebenwirkungen gewarnt. Zu hohe lokale Dosierungen können zu Schmerzen, Hämolyse, Fibrose und Gangrän führen.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Chromoblastomykose klinisch leicht mit einem Plattenepithelkarzinom oder einem Melanom verwechselt werden kann. Es wird betont, dass bei chronischen, verrukösen Läsionen an den unteren Extremitäten, insbesondere nach Aufenthalten in tropischen Gebieten, stets an diese Pilzinfektion gedacht und eine Biopsie entnommen werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie erfolgt die Diagnose primär durch eine Hautbiopsie und den histopathologischen Nachweis von Sklerotien (Medlar-Körperchen). Ergänzend wird das Anlegen einer Pilzkultur zur genauen Speziesbestimmung empfohlen.

Bei mittelschweren bis schweren Verläufen empfiehlt die Leitlinie eine systemische Antimykotika-Therapie. Bevorzugt wird eine Kombinationstherapie aus Terbinafin und Itraconazol eingesetzt.

Die Leitlinie empfiehlt eine chirurgische Exzision mit einem Sicherheitsabstand von 5 mm vor allem bei leichten, lokal begrenzten Befunden. Dies soll eine lymphatische Ausbreitung der Pilze verhindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass die medikamentöse Therapie sehr langwierig ist und oft 12 bis 24 Monate in Anspruch nimmt. Auch nach klinischer Ausheilung wird eine mehrmonatige Nachsorge empfohlen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Chromoblastomycosis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien