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Duodenum Anatomie: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Duodenum ist der initiale, C-förmige Abschnitt des Dünndarms und schließt direkt an den Pylorus des Magens an. Mit einer Länge von etwa 25 bis 30 cm ist es der kürzeste und weiteste Teil des Dünndarms.

Die Hauptfunktion besteht in der Fortführung der Verdauung durch die Durchmischung des Chymus mit Galle und Pankreasenzymen. Zudem reguliert das Duodenum das intraluminale Milieu über Hormone wie Sekretin und Cholecystokinin.

Embryologisch entsteht das Duodenum aus dem kaudalen Abschnitt des Vorderdarms. Mit Ausnahme des ersten Segments liegt es sekundär retroperitoneal und ist an der hinteren Bauchwand fixiert.

Empfehlungen

Die StatPearls-Übersicht beschreibt die wesentlichen anatomischen und klinischen Merkmale des Duodenums.

Anatomische Einteilung

Das Duodenum wird in vier anatomisch unterschiedliche Segmente unterteilt:

SegmentAnatomische LageBesonderheiten
1. Pars superior (Bulbus)Intraperitoneal, verbunden mit dem Ligamentum hepatoduodenaleKürzester Teil, geht direkt aus dem Pylorus hervor
2. Pars descendensAnterior der Vena cava inferior und der rechten NiereEnthält die Papilla duodeni major und minor
3. Pars horizontalisVerläuft von rechts nach links, anterior von Aorta und V. cava inferiorWird anterior von den mesenterialen Gefäßen (SMA) überkreuzt
4. Pars ascendensSteigt auf und geht in das Jejunum überFixiert durch das Ligamentum suspensorium duodeni (Treitz-Band)

Klinische Pathologien und Diagnostik

Laut dem Text werden verschiedene angeborene und erworbene Erkrankungen mit dem Duodenum assoziiert:

  • Hypertrophe Pylorusstenose: Präsentiert sich mit nicht-galligem, schwallartigem Erbrechen, da die Obstruktion proximal der Papilla duodeni major liegt.

  • Duodenalatresie: Zeigt sich im Röntgenbild oft als "Double-Bubble-Zeichen" und ist häufig mit dem Down-Syndrom assoziiert.

  • Arteria-mesenterica-superior-Syndrom (SMA-Syndrom): Entsteht durch Kompression des dritten oder vierten Duodenalabschnitts zwischen der Arteria mesenterica superior und der Aorta, oft nach starkem Gewichtsverlust.

  • Peptische Ulkuskrankheit: Meist durch Helicobacter pylori bedingt. Ein Ulkus der Hinterwand birgt das Risiko einer lebensbedrohlichen Blutung aus der Arteria gastroduodenalis.

Chirurgische und interventionelle Aspekte

Die Papilla duodeni major wird als entscheidender anatomischer Orientierungspunkt für die endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP) beschrieben.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Diagnose einer Zöliakie eine duodenale Biopsie erfordert.

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💡Praxis-Tipp

Bei einem Ulkus der Duodenalhinterwand wird auf das hohe Risiko einer Arrosionsblutung der Arteria gastroduodenalis hingewiesen. Zudem wird beschrieben, dass ein schwallartiges, nicht-galliges Erbrechen bei Säuglingen auf eine hypertrophe Pylorusstenose hindeutet, da die Obstruktion vor dem Eintritt des Gallengangs liegt.

Häufig gestellte Fragen

Das Duodenum liegt größtenteils sekundär retroperitoneal an der hinteren Bauchwand. Lediglich der erste Abschnitt (Bulbus duodeni) liegt intraperitoneal.

Der proximale Teil wird aus Ästen der Arteria gastroduodenalis versorgt. Der distale Abschnitt erhält sein Blut aus Ästen der Arteria mesenterica superior.

Laut StatPearls-Übersicht handelt es sich um eine Kompression des horizontalen Duodenalabschnitts zwischen der Aorta und der Arteria mesenterica superior. Dies tritt häufig auf, wenn das schützende retroperitoneale Fettgewebe, beispielsweise durch starken Gewichtsverlust, abgebaut wird.

Das Duodenum produziert Sekretin als Reaktion auf einen niedrigen pH-Wert, um die Bikarbonatsekretion anzuregen. Zudem wird Cholecystokinin freigesetzt, welches die Gallenblase kontrahiert und den Sphinkter Oddi entspannt.

In der Abdomenübersichtsaufnahme zeigt sich typischerweise das sogenannte "Double-Bubble-Zeichen". Dieses entsteht durch Luftansammlungen im Magen und im proximalen Duodenum, die durch den Pylorus getrennt sind.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Abdomen and Pelvis: Duodenum (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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