Allen Cognitive Level (ACL): StatPearls Zusammenfassung
Hintergrund
Der StatPearls-Artikel beschreibt das von Claudia K. Allen entwickelte Cognitive Disabilities Model (CDM). Dieses Modell basiert auf der Beobachtung von Erwachsenen mit chronischen psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie oder schweren Depressionen.
Laut Text erfahren diese Personen häufig eine Einschränkung ihrer Fähigkeiten, Aktivitäten des täglichen Lebens (ADLs) auszuführen. Diese kognitiven Beeinträchtigungen können vorübergehend oder dauerhaft sein.
Zur schnellen Beurteilung der kognitiven Fähigkeiten wurde der Allen Cognitive Level Screen (ACLS) entwickelt. Dieser bewertet die kognitive Funktion durch die Beobachtung sensomotorischer Handlungen.
Empfehlungen
Der Text beschreibt die Anwendung und Auswertung des Allen Cognitive Level Screen (ACLS) sowie die daraus abgeleiteten Betreuungsstufen.
Das Screening-Tool (ACLS)
Das Assessment erfolgt laut Text über eine Lederplatte, an der drei zunehmend komplexe Nähte (Running Stitch, Whipstitch, Cordovan Stitch) durchgeführt werden. Die Fähigkeit zur Fehlerkorrektur wird bei diesem Test ebenfalls bewertet.
Aus der Leistung ergibt sich ein numerischer Score zwischen 3,0 und 5,8. Der Artikel nennt folgende Eckpunkte zur Auswertung:
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Ein Score von 5,8 deutet auf eine gute Selbstständigkeit hin.
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Werte unter 5,8 signalisieren einen Bedarf an zusätzlicher Unterstützung.
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Personen mit einem kognitiven Level unter 3,0 können nicht mit diesem Tool getestet werden.
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Die Fähigkeit zur Zukunftsplanung wird nicht erfasst, weshalb der Maximalwert bei 5,8 liegt.
Die 6 kognitiven Stufen (Allen Cognitive Levels)
Das Modell umfasst sechs kumulative Stufen, die den Grad der Handlungsfähigkeit und den entsprechenden Überwachungsbedarf definieren.
| Level | Handlungsart | Beschreibung | Betreuungsbedarf |
|---|---|---|---|
| 1 | Automatische Handlungen | Instinktives Verhalten, Reaktion auf externe Reize | Totale Unterstützung (24h-Überwachung) |
| 2 | Posturale Handlungen | Grobmotorik, gesteuert durch Komfort/Diskomfort, zielloses Umherwandern | Maximale Unterstützung (24h-Überwachung) |
| 3 | Manuelle Handlungen | Greifen von Objekten, repetitives Training möglich, mangelnde Konzentration | Moderate Unterstützung (24h-Überwachung) |
| 4 | Zielgerichtete Handlungen | Nutzung sichtbarer Hinweise, Erlernen spezifischer Ziele, fehlende Fehlerkorrektur | Minimale Überwachung |
| 5 | Explorative Handlungen | Trial-and-Error, Nachahmung, eingeschränkte Planung, Impulsivität | Standby-Unterstützung |
| 6 | Geplante Handlungen | Fehlerantizipation, normale kognitive Funktion | Keine Überwachung erforderlich |
Interprofessionelle Betreuung
Es wird betont, dass Pflegekräfte und Therapeuten eine zentrale Rolle bei der Erkennung kognitiver Veränderungen spielen. Die Differenzierung zwischen Ursachen wie Delir, Depression und Demenz ist dabei essenziell.
Ergotherapeuten nutzen das Modell, um stärkenbasierte, klientenzentrierte Interventionen zu entwickeln. Dabei werden verbliebene Fähigkeiten bewertet, Sicherheitsrisiken identifiziert und das angemessene Maß an Überwachung bestimmt.
💡Praxis-Tipp
Der Text weist darauf hin, dass der Allen Cognitive Level Screen (ACLS) bei Personen mit einem kognitiven Level unter 3,0 nicht anwendbar ist. Zudem wird betont, dass das Tool die Fähigkeit zur Zukunftsplanung nicht abbilden kann, weshalb der maximale Score bei 5,8 gedeckelt ist.
Häufig gestellte Fragen
Der ACLS ist ein ergotherapeutisches Assessment-Tool zur Beurteilung der kognitiven Funktion. Laut StatPearls-Artikel müssen die Getesteten dabei zunehmend komplexe Nähte an einer Lederplatte durchführen.
Der Text gibt an, dass der Score zwischen 3,0 und 5,8 liegt. Ein Wert von 5,8 bedeutet, dass die Person weitgehend selbstständig im Alltag funktionieren kann.
Auf Level 3 (manuelle Handlungen) wird eine moderate Unterstützung bei Aktivitäten empfohlen. Der Artikel betont jedoch, dass für die Level 1 bis 3 grundsätzlich eine 24-Stunden-Überwachung erforderlich ist.
Level 5 beschreibt explorative Handlungen durch Trial-and-Error. Die Personen zeigen laut Text oft eine eingeschränkte Planungsfähigkeit und höhere Impulsivität, weshalb eine Standby-Unterstützung empfohlen wird.
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Quelle: StatPearls: Allen Cognitive Level (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.