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Schlafmedizin in der Kardiologie: Diagnostik & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) beleuchtet die wachsende Bedeutung von schlafbezogenen Atmungsstörungen (SBAS) in der Kardiologie. Es wird betont, dass ein gestörter Schlaf weitreichende negative Effekte auf das kardiovaskuläre System hat und mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse einhergeht.

Die Prävalenz von SBAS ist bei kardiologischen Patienten deutlich höher als in der Allgemeinbevölkerung. Besonders bei therapierefraktärer arterieller Hypertonie, Vorhofflimmern und Herzinsuffizienz treten diese Störungen gehäuft auf.

Klinisch wird primär zwischen der obstruktiven Schlafapnoe (OSA), die oft mit Schnarchen und Tagesschläfrigkeit einhergeht, und der zentralen Schlafapnoe (ZSA) unterschieden. Letztere tritt häufig als Cheyne-Stokes-Atmung bei Patienten mit Herzinsuffizienz auf.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Praxis-Hinweis des Positionspapiers betrifft die Diagnostik von schlafbezogenen Atmungsstörungen bei Herzinsuffizienz. Es wird davor gewarnt, sich auf gängige Screening-Fragebögen zu verlassen, da kardiale Symptome wie Fatigue die klassische Tagesschläfrigkeit oft überdecken. Stattdessen wird bei klinischem Verdacht eine frühzeitige apparative Diagnostik mittels Polygraphie empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Positionspapier eignen sich gängige Fragebögen bei kardiologischen Patienten nicht zum sicheren Ausschluss einer schlafbezogenen Atmungsstörung. Es wird empfohlen, stattdessen direkt eine apparative Diagnostik wie die Polygraphie einzusetzen.

Die Leitlinie empfiehlt eine Polygraphie bei therapierefraktärer Hypertonie, bei fehlender nächtlicher Blutdruckabsenkung (Non-Dipping) oder bei typischen Symptomen einer obstruktiven Schlafapnoe.

Bei Patienten mit reduzierter Ejektionsfraktion (LVEF ≤45 %) und prädominanter zentraler Schlafapnoe ist die ASV-Therapie aufgrund einer erhöhten Mortalität streng kontraindiziert. Bei erhaltener Pumpfunktion (HFpEF) kann sie laut Leitlinie jedoch in ausgewählten Fällen erwogen werden.

Das Positionspapier gibt an, dass eine CPAP-Therapie bei obstruktiver Schlafapnoe die Rezidivrate nach Kardioversion oder Ablation senken kann. Sie wird daher als wichtiger Teil des Risikofaktorenmanagements bei Vorhofflimmern empfohlen.

Wearables und Smartwatches sind laut Leitlinie derzeit noch nicht ausreichend für die Darstellung von schlafbezogenen Atmungsstörungen validiert. Sie können erste Hinweise liefern, ersetzen aber nicht die etablierte Polygraphie oder Polysomnographie.

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Quelle: Positionspapier „Schlafmedizin in der Kardiologie“ Update 2021 (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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