WHO2023

Rollstuhlversorgung: Indikation, Auswahl und Anpassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die WHO-Leitlinie "Wheelchair provision guidelines" aus dem Jahr 2023 definiert globale Standards für eine bedarfsgerechte Rollstuhlversorgung. Ziel ist es, die Mobilität, Gesundheit und Lebensqualität von Rollstuhlnutzern nachhaltig zu verbessern.

Laut Leitlinie kann eine unzureichende oder fehlerhafte Versorgung zu schweren gesundheitlichen Schäden, sozialer Isolation und dem Verlust von Grundrechten führen. Daher wird ein strukturierter, mehrstufiger Prozess gefordert, der individuell auf den Nutzer zugeschnitten ist.

Die wissenschaftliche Evidenzbasis für viele Bereiche der Rollstuhlversorgung ist aktuell noch gering. Dennoch formuliert das Expertengremium aufgrund der hohen klinischen Relevanz und zur Vermeidung schwerer Schäden mehrheitlich starke Empfehlungen für die Praxis.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für den Versorgungsprozess:

Auswahl und Anpassung

Die Leitlinie empfiehlt zwingend einen individuellen Beurteilungs- und Auswahlprozess für jeden Nutzer (starke Empfehlung, niedrige Evidenz).

Zudem wird gefordert, dass jeder Rollstuhl basierend auf dieser Beurteilung individuell vorbereitet und angepasst wird (starke Empfehlung, niedrige Evidenz).

Training und Schulung

Es wird empfohlen, Rollstuhlnutzern und ihren Begleitpersonen ein aufgabenspezifisches Training anzubieten.

Die Leitlinie unterteilt die Trainingsempfehlungen in folgende Bereiche:

  • Training der Rollstuhlfähigkeiten und Nutzung der Komponenten (starke Empfehlung)

  • Anleitung zur Führung durch andere Personen (starke Empfehlung)

  • Schulung zu Wartung und einfachen Reparaturen (bedingte Empfehlung)

Nachsorge und Systemintegration

Eine kontinuierliche Nachsorge sollte gemäß Leitlinie lebenslang angeboten werden, um veränderte Bedürfnisse rechtzeitig zu erkennen (bedingte Empfehlung).

Zudem wird ein nahtloser, über alle Ebenen des Gesundheitssystems integrierter Zugangs- und Überweisungsprozess gefordert (starke Empfehlung).

Qualifikation und Evaluation

Die Leitlinie betont, dass alle Aufgaben in der Rollstuhlversorgung nur von Personen mit rollenspezifischen Kompetenzen durchgeführt werden dürfen (starke Empfehlung).

Abschließend wird die Implementierung von systematischen Evaluationsprozessen zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung der Versorgungsstrukturen empfohlen (bedingte Empfehlung).

Übersicht der Empfehlungsgrade

VersorgungsaspektEmpfehlungsgradEvidenzgrad
Individuelle AuswahlStarkNiedrig
Individuelle AnpassungStarkNiedrig
Training (Fähigkeiten & Nutzung)StarkModerat
Training (Wartung & Reparatur)BedingtSehr niedrig
Kontinuierliche NachsorgeBedingtSehr niedrig
Kompetentes FachpersonalStarkModerat
Nahtloser Zugang & ÜberweisungStarkSehr niedrig
Systematische EvaluationBedingtSehr niedrig
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist die Vernachlässigung des aufgabenspezifischen Trainings nach der Rollstuhlübergabe. Die Leitlinie warnt davor, dass eine fehlende Einweisung in die Rollstuhlnutzung und -wartung zu schweren sekundären Komplikationen und Stürzen führen kann. Es wird daher dringend empfohlen, ausreichend Zeit für die strukturierte Schulung von Nutzern und deren Begleitpersonen einzuplanen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie umfasst der Prozess die individuelle Beurteilung, Auswahl, Anpassung, das Training sowie eine kontinuierliche Nachsorge. Ein nahtloser Übergang zwischen diesen Schritten wird dringend empfohlen.

Die Leitlinie warnt, dass eine fehlende individuelle Anpassung zu schweren gesundheitlichen Schäden, Schmerzen und einer eingeschränkten Mobilität führen kann. Daher wird eine maßgeschneiderte Vorbereitung für jeden Nutzer empfohlen.

Es wird empfohlen, sowohl die Rollstuhlnutzer selbst als auch die Personen, die sie im Alltag unterstützen, zu schulen. Das Training sollte Fahrfähigkeiten, die Nutzung der Komponenten sowie grundlegende Wartungsarbeiten umfassen.

Die Leitlinie empfiehlt, eine kontinuierliche Nachsorge über die gesamte Lebensdauer des Nutzers anzubieten. Die genaue Frequenz sollte individuell an die sich verändernden Bedürfnisse und den Zustand des Rollstuhls angepasst werden.

Gemäß Leitlinie dürfen diese Aufgaben nur von Personen durchgeführt werden, die über spezifische, rollenbezogene Kompetenzen verfügen. Dies soll eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherstellen und Schäden durch Fehlversorgungen vermeiden.

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Quelle: Wheelchair provision guidelines: web annex A: summary of evidence (WHO, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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