CochraneIa2025

Riboflavin (Vitamin B2): Evidenz zur Blutdrucksenkung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Ein erhöhter Blutdruck ist ein etablierter Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen. Riboflavin (Vitamin B2) wird in der Forschung als mögliche Intervention zur Blutdrucksenkung diskutiert.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Personen mit einem genetischen Polymorphismus im Enzym Methylentetrahydrofolat-Reduktase (MTHFR C677T). Bei Vorliegen des TT-Genotyps könnte Riboflavin das Enzym stabilisieren und so potenziell den Blutdruck senken.

Der vorliegende Cochrane Review (2025) evaluiert die Wirksamkeit und Sicherheit von oralen Riboflavin-Supplementen im Vergleich zu Placebo bei Erwachsenen.

Empfehlungen

Der Review fasst die Ergebnisse von vier randomisiert-kontrollierten Studien (RCTs) mit insgesamt 374 Teilnehmenden zusammen.

Auswirkungen auf den Blutdruck

Die Auswertung der Daten zeigt folgende Hauptergebnisse:

  • Systolischer Blutdruck: Die Evidenz für eine Senkung ist sehr unsicher (mittlere Differenz -1,94 mmHg; sehr niedrige Evidenzqualität).

  • Diastolischer Blutdruck: Auch hier ist der Effekt sehr unsicher (mittlere Differenz -3,03 mmHg; sehr niedrige Evidenzqualität).

  • Antihypertensive Medikation: Es liegen keine Daten zu Änderungen der Dosis oder Anzahl von Blutdruckmedikamenten vor.

Subgruppen und Sicherheit

Eine Subgruppenanalyse nach dem MTHFR-C677T-Genotyp zeigte keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Blutdrucksenkung zwischen den Genotypen.

Bezüglich unerwünschter Ereignisse deutet die Evidenz darauf hin, dass Riboflavin im Vergleich zu Placebo wahrscheinlich kaum oder keine Unterschiede aufweist (niedrige Evidenzqualität).

Die Autoren schlussfolgern, dass große, methodisch hochwertige Studien erforderlich sind, um verlässliche Aussagen treffen zu können.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die aktuelle Evidenz reicht nicht aus, um Riboflavin zur routinemäßigen Blutdrucksenkung einzusetzen. Auch bei Personen mit dem MTHFR-677TT-Genotyp bleibt der klinische Nutzen vorerst unklar, weshalb etablierte antihypertensive Therapien nicht ersetzt werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review ist die Evidenz für eine blutdrucksenkende Wirkung von Riboflavin sehr unsicher. Es bedarf weiterer qualitativ hochwertiger Studien, um einen klinischen Nutzen zu belegen.

Die vorliegenden Daten zeigen keinen statistisch signifikanten Unterschied in der Blutdrucksenkung bei Personen mit dem MTHFR-677TT-Genotyp im Vergleich zu anderen Genotypen. Die Evidenzqualität ist auch in dieser Subgruppe sehr gering.

Die Auswertung der Studien deutet darauf hin, dass die Einnahme von Riboflavin im Vergleich zu Placebo kaum oder keine Unterschiede bezüglich unerwünschter Ereignisse verursacht. Die Datenlage hierzu ist jedoch auf eine kleine Studie begrenzt.

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Quelle: Cochrane Review: Riboflavin supplements for blood pressure lowering in adults (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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