WHO2022

Resilienz von Gesundheitssystemen: Planung & Umsetzung

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die WHO-Leitlinie "Health systems resilience toolkit" (2022) bietet einen strukturierten Rahmen, um die Widerstandsfähigkeit von Gesundheitssystemen weltweit zu stärken. Erfahrungen aus Krisen wie der COVID-19-Pandemie haben gezeigt, dass Gesundheitskrisen erhebliche sozioökonomische Auswirkungen haben.

Ein resilientes Gesundheitssystem muss in der Lage sein, sich auf akute Schocks und schleichende Belastungen vorzubereiten, diese abzufedern und sich daran anzupassen. Gleichzeitig wird betont, dass essenzielle Kernfunktionen und Routinedienste aufrechterhalten werden müssen.

Das Toolkit richtet sich an nationale und subnationale Gesundheitsbehörden sowie an technische Partner. Es zielt darauf ab, die universelle Gesundheitsversorgung und die globale Gesundheitssicherheit als voneinander abhängige Ziele zu fördern.

Empfehlungen

Die Leitlinie gliedert die Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz in vier zentrale Module.

Konzept der Resilienz

Laut Leitlinie umfasst die Resilienz von Gesundheitssystemen mehrere Kernattribute. Dazu gehören das Bewusstsein für eigene Kapazitäten, die Mobilisierung von Ressourcen sowie die Fähigkeit zur Selbstregulation und Transformation.

Die Leitlinie nennt folgende essenzielle Public-Health-Funktionen als Basis:

  • Überwachung des Gesundheitszustands der Bevölkerung

  • Management von öffentlichen Gesundheitsnotfällen

  • Sicherstellung einer effektiven Governance und Gesetzgebung

Integrierte Richtlinien und Planung

Es wird betont, dass evidenzbasierte Gesetze und Pläne entscheidend für eine nachhaltige Resilienz sind. Die Leitlinie empfiehlt einen integrierten Systemansatz, der verschiedene Sektoren wie Bildung, Umwelt und Finanzen einbezieht.

Die Planung sollte laut Leitlinie spezifische Risikoprofile und die Heterogenität innerhalb eines Landes berücksichtigen.

Operative Umsetzung

Auf der operativen Ebene manifestiert sich die Resilienz in der Aufrechterhaltung der Dienstleistungen. Die Leitlinie hebt die Bedeutung einer starken primären Gesundheitsversorgung hervor.

Zur Operationalisierung werden verschiedene Bausteine des Gesundheitssystems herangezogen. Die Leitlinie ordnet diesen Bausteinen spezifische Maßnahmen zu:

SystembausteinBeispielhafte Maßnahme
GovernanceHarmonisierung von Bemühungen zur Systemstärkung
FinanzierungBereitstellung von schnell zugänglichen Notfallfonds
PersonalSicherstellung einer angemessenen Quantität und Qualität
InformationEtablierung integrierter Gesundheitsinformationssysteme
DienstleistungenDefinition essenzieller Leistungspakete für Krisenzeiten

Monitoring und Evaluation

Ein systematisches Monitoring wird empfohlen, um Bereiche für Verbesserungen zu identifizieren. Die Leitlinie rät dazu, Resilienzindikatoren in routinemäßige Gesundheitsinformationssysteme einzubetten.

Dabei sollen laut Leitlinie alle Phasen des Notfallmanagements abgedeckt werden. Dies umfasst Prävention, Vorbereitung, Reaktion und Erholung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Leitlinie ist die Vermeidung von isolierten, vertikalen Programmen bei der Krisenbewältigung. Es wird stattdessen betont, dass Investitionen in die primäre Gesundheitsversorgung und essenzielle Public-Health-Funktionen den effektivsten Schutz vor Systemausfällen bieten. Zudem wird hervorgehoben, dass die Aufrechterhaltung von Routinedienstleistungen während einer Krise genauso wichtig ist wie die akute Notfallreaktion.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist dies ein System, das sich auf disruptive Ereignisse vorbereiten, diese abfedern und sich anpassen kann. Gleichzeitig wird betont, dass essenzielle Kernfunktionen und Gesundheitsdienste kontinuierlich aufrechterhalten werden müssen.

Die Leitlinie beschreibt die primäre Gesundheitsversorgung als kosteneffizientes Fundament für die Resilienz. Es wird hervorgehoben, dass eine starke Basisversorgung die erste Verteidigungslinie bei öffentlichen Gesundheitsbedrohungen darstellt.

Es wird empfohlen, Notfallfonds bereitzustellen, die bei Krisen schnell zugänglich sind. Zudem betont die Leitlinie, dass finanzielle Barrieren für die Inanspruchnahme von Gesundheitsdiensten abgebaut werden sollten.

Die Leitlinie verweist auf die Nutzung von integrierten Messansätzen und Scorecards, die an den lokalen Kontext angepasst sind. Es wird empfohlen, diese Indikatoren in bestehende, routinemäßige Gesundheitsinformationssysteme zu integrieren.

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Quelle: Health systems resilience toolkit: a WHO global public health good to support building and strengthening of sustainable health systems resilience in countries with various contexts (WHO, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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