Prostatakarzinom: Diagnostik, Staging und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: NICE (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Pankreaskarzinom weist aufgrund einer oft späten Diagnosestellung eine sehr geringe Überlebensrate auf. Laut der NICE-Leitlinie sind bei Diagnosestellung nur etwa acht Prozent der Tumoren potenziell kurativ operabel.

Die Symptome sind häufig unspezifisch, was zu Verzögerungen in der Diagnostik führt. Eine schnelle und strukturierte Abklärung bei Verdachtsmomenten wie einem obstruktiven Ikterus oder unklaren zystischen Läsionen ist daher essenziell.

Eine interdisziplinäre Betreuung durch ein spezialisiertes Tumorboard wird als zentraler Baustein erachtet. Neben der onkologischen Therapie rücken auch supportive Maßnahmen wie Schmerztherapie und Ernährungsmanagement in den Fokus der Behandlung.

Empfehlungen

Diagnostik und Staging

Bei Verdacht auf ein Pankreaskarzinom wird primär eine CT-Untersuchung mit Pankreas-Protokoll empfohlen. Dies gilt sowohl für Personen mit als auch ohne obstruktiven Ikterus.

Sollte die Diagnose nach der CT-Untersuchung unklar bleiben, empfiehlt die Leitlinie folgende weiterführende Diagnostik:

  • Eine FDG-PET/CT-Untersuchung

  • Einen endoskopischen Ultraschall (EUS) mit EUS-gesteuerter Gewebeentnahme

  • Eine Bürstenzytologie der Gallenwege, falls eine ERCP zur Entlastung durchgeführt wird und keine histologische Diagnose vorliegt

Für das Staging bei neu diagnostiziertem Pankreaskarzinom wird eine CT von Thorax, Abdomen und Becken empfohlen. Bei lokal begrenzter Erkrankung und geplanter aktiver Therapie sollte zusätzlich eine FDG-PET/CT erfolgen.

Überwachung bei familiärem Risiko

Es wird ein Screening für Personen mit einem erblich bedingten, hohen Risiko für ein Pankreaskarzinom empfohlen.

RisikogruppeKriterien für eine Überwachung
Hereditäre PankreatitisPRSS1-Mutation
Genetische MutationenBRCA1, BRCA2, PALB2 oder CDKN2A (p16) PLUS ≥1 Verwandter ersten Grades mit Pankreaskarzinom
Familiäre Häufung≥2 Verwandte ersten Grades über ≥2 Generationen (Überwachung erwägen)
Spezifische SyndromePeutz-Jeghers-Syndrom ODER Lynch-Syndrom mit ≥1 Verwandten ersten Grades (Überwachung erwägen)

Chirurgische Therapie und Stenting

Bei rektablem Pankreaskarzinom und obstruktivem Ikterus wird eine primäre Resektion gegenüber einer präoperativen Gallengangsdrainage empfohlen, sofern der Allgemeinzustand dies zulässt.

Ist eine Drainage erforderlich, werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Endoskopisch platzierte, selbstexpandierende Metallstents bei Inoperabilität oder fehlender Operationsfähigkeit

  • Die Erwägung von vollständig gecoverten Metallstents, falls eine spätere Entfernung geplant ist

  • Ein chirurgischer bilio-digestiver Bypass während einer versuchten Resektion, falls sich der Tumor intraoperativ als inoperabel erweist

Systemische Therapie

Die adjuvante Therapie sollte begonnen werden, sobald eine ausreichende Erholung von der Operation stattgefunden hat.

Für die medikamentöse Therapie werden folgende Regime empfohlen:

  • Adjuvant: Gemcitabin in Kombination mit Capecitabin (oder Gemcitabin-Monotherapie bei reduzierter Tolerabilität)

  • Lokal fortgeschritten: Systemische Kombinationschemotherapie, sofern tolerabel

  • Metastasiert (Erstlinie): FOLFIRINOX bei einem ECOG-Status von 0 bis 1

  • Metastasiert (Zweitlinie): Oxaliplatin-basierte Therapie oder Gemcitabin-basierte Therapie (nach FOLFIRINOX)

Supportive Maßnahmen

Für das Ernährungsmanagement bei inoperablem Pankreaskarzinom wird die Gabe von magensaftresistentem Pankreatin empfohlen. Zur Schmerztherapie kann bei unzureichender Analgesie oder inakzeptablen Opioid-Nebenwirkungen eine EUS- oder bildgesteuerte perkutane Neurolyse des Plexus coeliacus erwogen werden.

Kontraindikationen

Die Leitlinie formuliert folgende explizite Negativ-Empfehlungen:

  • Eine thorakale Splanchnikektomie zur Schmerzbehandlung wird nicht empfohlen.

  • Fischöl-Präparate sollen nicht als Ernährungsintervention zur Behandlung von Gewichtsverlust bei inoperablem Pankreaskarzinom angeboten werden.

  • Bei Personen mit hereditärer Pankreatitis soll kein endoskopischer Ultraschall (EUS) zur Früherkennung eines Pankreaskarzinoms eingesetzt werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei rektablem Pankreaskarzinom und obstruktivem Ikterus empfiehlt die Leitlinie eine primäre Resektion anstelle einer präoperativen Gallengangsdrainage, sofern der Allgemeinzustand der betroffenen Person dies zulässt.

Häufig gestellte Fragen

Es wird primär eine CT-Untersuchung mit Pankreas-Protokoll empfohlen. Dies gilt unabhängig davon, ob ein obstruktiver Ikterus vorliegt oder nicht.

Ein Screening wird bei Personen mit einem erblich bedingten, hohen Risiko empfohlen. Dazu zählen unter anderem Träger von BRCA- oder PALB2-Mutationen mit betroffenen Verwandten ersten Grades sowie Personen mit hereditärer Pankreatitis.

Die Leitlinie empfiehlt als Standard eine adjuvante Kombinationstherapie aus Gemcitabin und Capecitabin. Bei reduzierter Tolerabilität kann eine Gemcitabin-Monotherapie erwogen werden.

Es wird die Gabe von magensaftresistentem Pankreatin empfohlen. Von der Verwendung von Fischöl-Präparaten zur Behandlung des Gewichtsverlusts wird explizit abgeraten.

Bei einem guten Allgemeinzustand (ECOG-Status 0 bis 1) wird FOLFIRINOX als Erstlinientherapie empfohlen. Bei eingeschränkter Tolerabilität kommen Gemcitabin-basierte Kombinationstherapien oder eine Monotherapie in Betracht.

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Quelle: NG85: Prostate cancer: diagnosis and management (NICE, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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