StatPearls2026

pAVK: Diagnostik, Stadien und Therapie-Empfehlungen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ist eine chronisch progrediente, atherosklerotische Erkrankung, die zu einer partiellen oder vollständigen Gefäßokklusion führt. Sie betrifft weltweit fast 200 Millionen Menschen und ist mit einem hohen Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Myokardinfarkt und Schlaganfall assoziiert.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen laut StatPearls-Zusammenfassung Nikotinkonsum, Diabetes mellitus, arterielle Hypertonie und Hypercholesterinämie. Dabei stellt das Rauchen den größten Risikofaktor für die Entwicklung einer pAVK dar.

Über 50 % der betroffenen Personen sind asymptomatisch. Bei symptomatischen Verläufen ist die Claudicatio intermittens das klassische Leitsymptom, welches sich durch belastungsinduzierte krampfartige Schmerzen äußert.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernempfehlungen zur Diagnostik und Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit:

Diagnostik

Laut Leitlinie wird bei Personen mit Symptomen einer Claudicatio intermittens die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (ABI) empfohlen (Evidenzgrad 2). Bei Vorliegen von nicht komprimierbaren Gefäßen wird die Bestimmung des Zehen-Arm-Index (TBI) angeraten.

ParameterWertKlinische Bedeutung
Normaler ABI0,9 - 1,2Physiologischer Befund
Niedriger ABI< 0,9Diagnostisch für pAVK
Hoher ABI> 1,2Verdacht auf nicht komprimierbare Gefäße

Für die weitere Beurteilung von Lokalisation und Schweregrad der Stenose wird die Duplex-Sonographie als sichere Methode beschrieben. Zur Planung von Revaskularisierungsmaßnahmen können laut Leitlinie die Magnetresonanzangiographie (MRA) oder die Computertomographie-Angiographie (CTA) eingesetzt werden.

Risikofaktormodifikation

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer aggressiven Modifikation der kardiovaskulären Risikofaktoren. Es wird eine strikte Nikotinkarenz empfohlen, um das Risiko einer Krankheitsprogression und kritischer Ischämien zu senken.

Zudem wird der routinemäßige Einsatz von Statinen empfohlen, da diese kardiovaskuläre Ereignisse reduzieren. Für die Blutdruck- und Blutzuckereinstellung werden spezifische Zielwerte definiert:

ParameterPatientengruppeZielwert
BlutdruckNicht-Diabetiker< 140/90 mmHg
BlutdruckDiabetiker< 130/80 mmHg
HbA1cDiabetiker (ohne schwere Komorbiditäten)< 7 %

Konservative und medikamentöse Therapie

Als Basistherapie wird ein überwachtes Gehtraining empfohlen. Dieses sollte idealerweise aus 30- bis 45-minütigen Einheiten bestehen, die vier- bis fünfmal wöchentlich über einen Zeitraum von 12 Wochen durchgeführt werden.

Für die medikamentöse Therapie der Claudicatio intermittens werden folgende Empfehlungen ausgesprochen:

  • Gabe von Cilostazol bei Personen, die nicht ausreichend auf ein Gehtraining ansprechen (Evidenzgrad I)

  • Alternativer Einsatz von Naftidrofuryl, welches ein günstigeres Nebenwirkungsprofil aufweist

  • Tägliche Gabe von Aspirin zur allgemeinen kardiovaskulären Prävention

Interventionelle Therapie

Eine endovaskuläre oder chirurgische Revaskularisation wird bei einschränkender Claudicatio intermittens empfohlen, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen (Evidenzgrad 1). Bei Vorliegen einer kritischen Extremitätenischämie mit Ruheschmerz, Ulzerationen oder Gangrän wird eine Intervention zum Extremitätenerhalt dringend empfohlen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie weist darauf hin, dass abnorm hohe Knöchel-Arm-Index-Werte (ABI > 1,2) nicht als physiologisch zu werten sind, sondern auf nicht komprimierbare Gefäße hindeuten. Dies tritt häufig bei Personen mit Diabetes mellitus oder fortgeschrittener Nierenerkrankung auf und ist mit einer erhöhten Gesamtmortalität assoziiert. In diesen Fällen wird die Bestimmung des Zehen-Arm-Index (TBI) zur weiteren Diagnostik empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie erfolgt die Basisdiagnostik über die Bestimmung des Knöchel-Arm-Index (ABI). Ein Wert von unter 0,9 gilt dabei als diagnostisch für eine periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Bei nicht komprimierbaren Gefäßen und einem ABI über 1,2 wird die Bestimmung des Zehen-Arm-Index (TBI) empfohlen. Dies betrifft laut Leitlinie häufig Personen mit Diabetes mellitus oder fortgeschrittener Nierenerkrankung.

Eine medikamentöse Therapie mit Cilostazol oder Naftidrofuryl wird für Personen empfohlen, die nicht ausreichend auf ein strukturiertes Gehtraining ansprechen. Die Leitlinie betont, dass diese Medikamente die schmerzfreie Gehstrecke signifikant verlängern können.

Die Leitlinie empfiehlt eine Blutdrucksenkung auf unter 140/90 mmHg bei Personen ohne Diabetes. Bei begleitendem Diabetes mellitus wird ein strengerer Zielwert von unter 130/80 mmHg empfohlen.

Eine endovaskuläre oder chirurgische Revaskularisation wird bei einschränkender Claudicatio intermittens empfohlen, die nicht auf konservative Maßnahmen anspricht. Zudem wird ein Eingriff bei Vorliegen einer kritischen Ischämie mit Ruheschmerz oder Gewebeverlust dringend angeraten.

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Quelle: StatPearls: Peripheral Vascular Disease (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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