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Ondansetron bei Kindern: Dosierung nach Körpergewicht

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Kinderformularium / DGKJ (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie des Kinderformulariums zu Ondansetron. Ondansetron ist ein bewährtes Antiemetikum, das in der Pädiatrie häufig zur symptomatischen Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt wird.

Zu den Hauptindikationen zählen laut Quelle die akute Gastroenteritis, postoperatives Erbrechen sowie Chemotherapie-induziertes Erbrechen. Besonders bei der Gastroenteritis kann der frühzeitige Einsatz die Toleranz für eine orale Rehydratationstherapie maßgeblich verbessern.

Die vorliegenden Empfehlungen fassen die gewichtsadaptierten und indikationsspezifischen Dosierungen für Kinder zusammen. Dabei werden auch wichtige Sicherheitsaspekte wie das Risiko einer QT-Zeit-Verlängerung berücksichtigt.

Empfehlungen

Die Monographie des Kinderformulariums formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung:

Indikationen und klinischer Einsatz

Das Kinderformularium nennt als primäre Einsatzgebiete von Ondansetron bei Kindern die Gastroenteritis, postoperatives Erbrechen und Chemotherapie-induziertes Erbrechen.

Für die praktische Anwendung bei erbrechenden Kindern wird besonders die Schmelztablette als ideale Darreichungsform hervorgehoben. Bei einer Gastroenteritis erweist sich laut Quelle eine Einmalgabe vor Beginn der oralen Rehydratation als sehr effektiv.

Es wird betont, dass der Einsatz von Ondansetron bei Gastroenteritis die Hospitalisierungsrate signifikant reduzieren kann.

Überwachung und Sicherheit

Aufgrund möglicher kardialer Nebenwirkungen wird bei Risikopatienten ein EKG empfohlen. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen laut Monographie:

  • Kopfschmerzen

  • Obstipation

  • Dosisabhängige QT-Verlängerung

Dosierung

Die Dosierung von Ondansetron erfolgt laut Kinderformularium gewichts- oder körperoberflächenadaptiert je nach Indikation.

Allgemeine Dosierung (oral / i.v.)

Alter/GewichtEinzeldosisIntervallMaximaldosis
Allgemein0,15 mg/kgalle 8 Stunden4 mg/Einzeldosis (max. 12 mg/Tag)

Gewichtsadaptierte Einzeldosis (oral)

KörpergewichtEinzeldosis
8-15 kg2 mg
15-30 kg4 mg
Ab 30 kg4-8 mg

Spezifische Indikationen

IndikationKörpergewicht / KOFDosierungBemerkung
Gastroenteritis8-15 kg2 mgEinmalgabe (oral)
Gastroenteritis15-30 kg4 mgEinmalgabe (oral)
GastroenteritisAb 30 kg8 mgEinmalgabe (oral)
ChemotherapieAllgemein5 mg/m² (max. 8 mg)i.v. 30 min vor Chemo, dann alle 8-12h

Verfügbare Darreichungsformen

  • Schmelztabletten (4 mg, 8 mg)

  • Filmtabletten (4 mg, 8 mg)

  • Saft (4 mg/5 ml)

  • i.v.-Lösung (2 mg/ml)

Kontraindikationen

Laut Kinderformularium bestehen folgende Kontraindikationen für die Gabe von Ondansetron:

  • Bekannte QT-Verlängerung

  • Gleichzeitige Verabreichung von Apomorphin

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei Kindern mit akuter Gastroenteritis wird eine Einmalgabe von Ondansetron vor Beginn der oralen Rehydratationstherapie als besonders effektiv beschrieben. Die Quelle hebt hervor, dass sich hierfür Schmelztabletten ideal eignen und dieses Vorgehen die Hospitalisierungsrate signifikant senken kann.

Häufig gestellte Fragen

Bei einer Gastroenteritis empfiehlt das Kinderformularium eine gewichtsadaptierte orale Einmalgabe. Kinder zwischen 8 und 15 kg erhalten 2 mg, von 15 bis 30 kg werden 4 mg gegeben und ab 30 kg beträgt die Dosis 8 mg.

Die allgemeine maximale Tagesdosis für Kinder wird in der Monographie mit 12 mg angegeben. Die reguläre Einzeldosis sollte dabei 4 mg nicht überschreiten.

Zu den genannten Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen und Obstipation. Zudem warnt die Quelle vor einer dosisabhängigen QT-Verlängerung, weshalb bei Risikopatienten ein EKG empfohlen wird.

Für erbrechende Kinder wird laut Kinderformularium insbesondere die Schmelztablette als ideale Darreichungsform hervorgehoben. Alternativ stehen auch Saft, Filmtabletten oder i.v.-Lösungen zur Verfügung.

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Quelle: Kinderformularium: Ondansetron - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium / DGKJ, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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