G-BA2022

Olaparib: Indikation bei BRCA-mutiertem Mammakarzinom

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: G-BA (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf den administrativen Dokumenten des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) zur Nutzenbewertung von Olaparib. Der Beschluss vom Februar 2023 regelt ein neues Anwendungsgebiet in der gynäkologischen Onkologie.

Olaparib (Handelsname Lynparza) ist ein PARP-Inhibitor, der in der zielgerichteten Krebstherapie eingesetzt wird. Die vorliegende Bewertung bezieht sich auf den Einsatz beim Mammakarzinom im Frühstadium.

Besonders bei Patientinnen mit nachgewiesener Keimbahn-BRCA1/2-Mutation und hohem Rezidivrisiko stellt die adjuvante Behandlung eine wichtige therapeutische Option dar. Der G-BA bewertet hierbei den Einsatz nach einer bereits erfolgten Chemotherapie.

Empfehlungen

Der G-BA-Beschluss definiert klare Kriterien für das neue Anwendungsgebiet von Olaparib.

Zugelassene Patientenpopulation

Laut Fachinformation wird Olaparib für folgende spezifische Indikation angewendet:

  • Erwachsene Patienten mit nachgewiesenen Keimbahn-BRCA1/2-Mutationen

  • Vorliegen eines HER2-negativen Mammakarzinoms im Frühstadium

  • Bestehen eines hohen Rezidivrisikos

  • Zustand nach vorheriger neoadjuvanter oder adjuvanter Chemotherapie

Therapiemodalitäten

Gemäß den Unterlagen zur Nutzenbewertung kann die adjuvante Behandlung auf zwei Arten erfolgen:

  • Als Monotherapie

  • In Kombination mit einer endokrinen Therapie

Dosierung

WirkstoffHandelsnameTherapiemodusIndikation
OlaparibLynparzaMonotherapie oder Kombination mit endokriner TherapieAdjuvante Behandlung bei HER2-negativem Mammakarzinom (Frühstadium, hohes Rezidivrisiko, BRCA1/2-Mutation, Z.n. Chemotherapie)
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Vor der Einleitung einer adjuvanten Therapie mit Olaparib wird eine präzise molekularpathologische Diagnostik vorausgesetzt. Es wird darauf hingewiesen, dass der Einsatz strikt an den Nachweis einer Keimbahn-BRCA1/2-Mutation sowie an eine vorangegangene Chemotherapie gebunden ist.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß G-BA ist Olaparib für das HER2-negative Mammakarzinom im Frühstadium zugelassen. Voraussetzung ist zudem ein hohes Rezidivrisiko sowie das Vorliegen einer Keimbahn-BRCA1/2-Mutation.

Ja, laut den Dokumenten zur Nutzenbewertung ist die vorherige Behandlung mit einer neoadjuvanten oder adjuvanter Chemotherapie eine zwingende Voraussetzung für den Einsatz in dieser Indikation.

Der Beschluss gibt an, dass Olaparib sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit einer endokrinen Therapie angewendet werden kann.

Der G-BA hat den Beschluss zu diesem neuen Anwendungsgebiet am 16. Februar 2023 gefasst. Das Verfahren ist damit offiziell abgeschlossen.

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Quelle: G-BA Nutzenbewertung: Olaparib (Neues Anwendungsgebiet: Mammakarzinom, HER2-, BRCA1/2-Mutation, vorbehandelt, hohes Rezidivrisiko, Adjuvanz, Monotherapie oder Kombination mit endokriner Therapie) (G-BA, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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