StatPearls2026

Nekrotisierende Enterokolitis (NEC): Therapie & Verlauf

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die nekrotisierende Enterokolitis (NEC) ist ein lebensbedrohlicher gastrointestinaler Notfall, der fast ausschließlich Neugeborene betrifft. Die Pathophysiologie ist durch eine Darmentzündung gekennzeichnet, die zu bakterieller Invasion, Gewebsnekrose und potenziell zu einer Perforation führt.

Laut StatPearls betrifft die Erkrankung vor allem Frühgeborene in der zweiten bis dritten Lebenswoche. Zu den primären Risikofaktoren zählen Frühgeburtlichkeit, niedriges Geburtsgewicht und die Ernährung mit hochosmolaren Formulanahrungen.

Bei reifgeborenen Säuglingen tritt eine NEC seltener auf und manifestiert sich meist in den ersten Lebenstagen. In dieser Gruppe ist sie häufig mit hypoxischen Ereignissen, wie beispielsweise zyanotischen angeborenen Herzfehlern, assoziiert.

Empfehlungen

Diagnostik

Als wichtigste diagnostische Maßnahme wird eine Röntgenübersichtsaufnahme des Abdomens in anterior-posteriorer und Linksseitenlage empfohlen. Eine Pneumatosis intestinalis gilt dabei als pathognomonischer Befund für eine NEC.

Es wird angeraten, die Röntgenaufnahmen zur Verlaufsbeobachtung alle 6 Stunden zu wiederholen, bis eine definitive Behandlung erfolgt ist.

Laboruntersuchungen werden als unspezifisch eingestuft. Eine Leukopenie von unter 1500/µl weist jedoch auf eine etablierte Sepsis hin.

Konservative Therapie

Bei Verdacht auf eine NEC wird als erste Maßnahme der sofortige Stopp aller enteralen Nahrungszufuhren empfohlen. Zur Dekompression des Darms ist die Anlage einer nasogastralen Sonde indiziert.

Zudem wird der Beginn einer totalen parenteralen Ernährung (TPN) sowie einer intravenösen Breitbandantibiose empfohlen.

Das vorgeschlagene empirische Antibiotika-Regime setzt sich wie folgt zusammen:

WirkstoffRolle im RegimeAlternative
AmpicillinBasistherapie-
GentamicinBasistherapie-
ClindamycinAnaerobier-AbdeckungMetronidazol

Operative Therapie

Eine chirurgische Intervention ist bei klinischer Verschlechterung, Darmperforation oder fehlendem Ansprechen auf die medizinische Therapie indiziert. Als Standardzugang wird die Laparotomie mit möglichst konservativer Resektion des nekrotischen Gewebes empfohlen.

Dabei sollte besonders auf den Erhalt der Darmlänge und der Ileozökalklappe geachtet werden. Bei extrem kleinen und instabilen Säuglingen mit Perforation kann als alternative Behandlung die Einlage einer Peritonealdrainage in Lokalanästhesie erwogen werden.

Prävention

Gestillte Säuglinge mit sehr niedrigem Geburtsgewicht weisen eine geringere NEC-Inzidenz auf. Daher wird die Aufklärung der Mütter über die Vorteile des Stillens empfohlen.

Bei Säuglingen mit verminderter intestinaler Durchblutung, beispielsweise durch mütterliche Präeklampsie oder einen persistierenden Ductus arteriosus, ist ein sehr vorsichtiger Kostaufbau indiziert.

Kontraindikationen

  • Eine primäre Anastomose ist aufgrund des Ischämierisikos an der Anastomosenstelle in der Regel kontraindiziert.

  • Eine Laparotomie kann bei extrem kleinen und schwer kranken Neugeborenen kontraindiziert sein, wenn diese nicht stabil genug für den Eingriff sind.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein pathognomonisches Zeichen für eine nekrotisierende Enterokolitis ist die Pneumatosis intestinalis in der Röntgenübersichtsaufnahme des Abdomens, weshalb bei Verdacht eine sofortige Bildgebung und engmaschige radiologische Kontrollen alle 6 Stunden empfohlen werden.

Häufig gestellte Fragen

Ein pathognomonischer Befund in der Röntgenaufnahme ist die Pneumatosis intestinalis. Zudem können dilatierte Darmschlingen, freie Luft bei Perforation oder Luft im Pfortadersystem als Zeichen einer schlechten Prognose auftreten.

Es wird eine intravenöse Breitbandantibiose empfohlen. Das Standardregime besteht aus einer Kombination von Ampicillin, Gentamicin und entweder Clindamycin oder Metronidazol.

Eine chirurgische Intervention wird bei klinischer Verschlechterung, einer Darmperforation oder bei fehlendem Ansprechen auf die konservative Therapie empfohlen.

Als erste Maßnahme wird der sofortige Stopp aller enteralen Nahrungszufuhren empfohlen. Die Neugeborenen sollten stattdessen eine totale parenterale Ernährung (TPN) erhalten.

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Quelle: StatPearls: Necrotizing Enterocolitis (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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