StatPearls2026

Musculi interossei manus: Anatomie und Ulnarisläsion

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Übersicht beschreibt die Musculi interossei als intrinsische Handmuskeln, die sich zwischen den Metakarpalknochen befinden. Sie werden in zwei Gruppen unterteilt: vier palmare und vier dorsale Interosseus-Muskeln.

Die palmaren Interossei sind primär für die Adduktion der Finger zuständig, während die dorsalen Interossei die Abduktion ermöglichen. Beide Muskelgruppen tragen zudem zur Flexion in den Metakarpophalangealgelenken (MCP) und zur Extension in den Interphalangealgelenken bei.

Embryologisch entwickeln sich diese Muskeln aus der tiefen Schicht des somitischen Mesoderms der Hand. Die arterielle Versorgung erfolgt über die palmaren und dorsalen Metakarpalarterien, welche aus den jeweiligen tiefen und dorsalen Handgelenksbögen entspringen.

Empfehlungen

Die Übersichtsarbeit fasst folgende anatomische und klinische Kernaspekte zusammen:

Anatomie und Funktion

Der Text beschreibt die spezifischen Funktionen der beiden Muskelgruppen:

  • Die palmaren Interossei adduzieren den 1., 2., 4. und 5. Finger zur Mittelachse des 3. Fingers.

  • Die dorsalen Interossei fungieren als primäre Abduktoren des 2., 3. und 4. Fingers.

  • Entgegen älterer Lehrbuchmeinungen ist der erste palmare Interosseus-Muskel (pollicaler palmarer Interosseus) bei über 85 Prozent der Menschen als eigenständiger Muskel vorhanden.

Innervation und Nervenläsionen

Alle Interossei werden durch den tiefen Ast des Nervus ulnaris (primär Segment T1) innerviert. Eine Schädigung dieses Nervs führt laut Text zu einer Schwäche oder Atrophie der Muskulatur.

Als Spätfolge einer Ulnarisläsion wird die Krallenhand-Deformität beschrieben. Diese äußert sich durch eine Überstreckung der 4. und 5. MCP-Gelenke bei gleichzeitiger Beugung der proximalen und distalen Interphalangealgelenke.

Klinische Untersuchung und Pathologien

Zur Überprüfung der Ulnarisfunktion werden spezifische klinische Tests aufgeführt:

  • Wartenberg-Zeichen: Eine unwillkürliche Abduktion des 5. Fingers bei dem Versuch, alle Finger zu adduzieren, deutet auf eine Schwäche hin.

  • Papiertest: Das Fallenlassen eines zwischen den Fingern eingeklemmten Papiers weist auf eine Schwäche der palmaren Interossei hin.

  • Kompartmentsyndrom: Ein isoliertes Kompartmentsyndrom des ersten dorsalen Interosseus kann durch Überbeanspruchung (z.B. langes Schreiben) entstehen.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine chirurgische Verkürzung der Metakarpalia um 2 mm die Kraft der entsprechenden Interossei um etwa 8 Prozent reduziert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der klinischen Untersuchung der Hand wird darauf hingewiesen, dass ein positives Wartenberg-Zeichen (Abspreizen des Kleinfingers) ein spezifischer Indikator für eine Schwäche des dritten palmaren Interosseus-Muskels ist. Zudem beschreibt der Text, dass unerklärliche, belastungsabhängige Schmerzen im Bereich des ersten dorsalen Interosseus auf ein seltenes, belastungsinduziertes Kompartmentsyndrom hindeuten können.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Übersicht werden sowohl die palmaren als auch die dorsalen Interossei vom tiefen Ast des Nervus ulnaris innerviert. Die primäre nervale Versorgung stammt dabei aus dem Rückenmarkssegment T1.

Die dorsalen Interossei dienen primär als Abduktoren des 2., 3. und 4. Fingers in den Metakarpophalangealgelenken. Zusätzlich unterstützen sie die Beugung in den Grundgelenken sowie die Streckung in den Mittel- und Endgelenken.

Der Text beschreibt einen einfachen klinischen Test, bei dem der Patient ein Stück Papier zwischen zwei benachbarten Fingern (Digiti 2 bis 5) einklemmen soll. Fällt das Papier heraus, deutet dies auf eine Schwäche der palmaren Interossei hin.

Die Krallenhand wird als Spätmanifestation einer Ulnarisnerv-Verletzung beschrieben. Sie entsteht durch den Ausfall der Interossei und der ulnaren Lumbricales, was zu einer Überstreckung der Grundgelenke und Beugung der Interphalangealgelenke des 4. und 5. Fingers führt.

Entgegen älterer Lehrmeinungen bestätigt die Literatur, dass ein eigenständiger erster palmarer Interosseus-Muskel bei über 85 Prozent der Menschen vorhanden ist. Dieser Muskel spielt laut Text eine wichtige Rolle für die feingliedrigen Bewegungen des Daumens.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Shoulder and Upper Limb, Hand Interossei Muscles (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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