Methylnaltrexon (Relistor): Risiko für GI-Perforation
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmeldung des BfArM zu einem Rote-Hand-Brief.
Methylnaltrexoniumbromid (Relistor®) wird als peripher wirkender µ-Opioid-Rezeptor-Antagonist typischerweise zur Behandlung der schwerwiegenden opioidinduzierten Obstipation bei Palliativpatienten eingesetzt.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informierte im September 2010 über ein neu identifiziertes Sicherheitsrisiko. Bei Patienten, die mit Relistor® zur subkutanen Injektion behandelt wurden, traten Fälle von gastrointestinalen Perforationen auf.
Empfehlungen
Die Kurzmeldung des BfArM formuliert folgende zentrale Sicherheitsinformationen:
Sicherheitswarnung
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Das BfArM warnt vor dem Auftreten gastrointestinaler Perforationen unter der Therapie mit subkutanem Methylnaltrexoniumbromid (Relistor®).
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Es wird auf die aktualisierte Fachinformation verwiesen, die im Rahmen des Rote-Hand-Briefes an medizinische Fachkreise versendet wurde.
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Im allgemeinen medizinischen Kontext der Palliativmedizin wird bei Patienten mit bekannten Läsionen des Gastrointestinaltrakts (z. B. durch Tumore, Metastasen oder Ulzera) eine strenge Indikationsstellung und Überwachung empfohlen, da hier ein erhöhtes Perforationsrisiko bestehen kann.
Kontraindikationen
Die Meldung warnt explizit vor dem Risiko von gastrointestinalen Perforationen bei der Anwendung von Relistor® (Methylnaltrexoniumbromid) als subkutane Injektion.
💡Praxis-Tipp
Bei der Verordnung von Methylnaltrexoniumbromid (Relistor®) zur Behandlung der opioidinduzierten Obstipation sollte das Risiko einer gastrointestinalen Perforation stets bedacht werden. Dies gilt insbesondere bei Palliativpatienten, die aufgrund ihrer Grunderkrankung strukturelle Veränderungen oder Läsionen im Darmbereich aufweisen könnten.
Häufig gestellte Fragen
Laut BfArM-Informationsbrief von 2010 traten bei der subkutanen Anwendung von Relistor (Methylnaltrexoniumbromid) Fälle von gastrointestinalen Perforationen auf.
Gemäß der BfArM-Meldung wird das Medikament als subkutane Injektion verabreicht.
Das BfArM verweist für detaillierte Informationen auf den zugehörigen Rote-Hand-Brief sowie die entsprechend aktualisierte Fachinformation des Präparats.
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Quelle: Informationsbrief zu RELISTOR® (Methylnaltrexoniumbromid): Auftreten von gastrointestinalen Perforationen (BfArM, 2010). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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