Metamizol (Novaminsulfon): Pädiatrische Dosierung
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf der Kurzmonographie des Kinderformulariums zur pädiatrischen Anwendung von Metamizol (Novaminsulfon). Metamizol ist ein starkes Analgetikum und Antipyretikum aus der Gruppe der Pyrazolone.
Es wird in der Pädiatrie vor allem bei starken Schmerzen, Koliken sowie bei hohem Fieber eingesetzt. Laut Quelle dient es als Reservemedikament, wenn andere Antipyretika wie Paracetamol oder Ibuprofen keine ausreichende Wirkung zeigen.
Aufgrund potenziell schwerwiegender Nebenwirkungen wie der Agranulozytose erfordert die Anwendung eine strenge Indikationsstellung und Aufklärung der Eltern.
Empfehlungen
Das Kinderformularium formuliert folgende Kernaspekte für die Anwendung von Metamizol in der Pädiatrie:
Indikationsstellung
Die Anwendung wird für folgende Indikationen empfohlen:
-
Starke Schmerzen
-
Hohes Fieber, sofern andere Antipyretika versagen
-
Koliken
Warnhinweise und Überwachung
Die Quelle betont das Risiko einer seltenen, aber lebensbedrohlichen Agranulozytose. Es wird dringend empfohlen, bei neu auftretendem Fieber in Kombination mit Halsschmerzen sofort ein Blutbild zur Kontrolle anzuordnen.
Zudem wird eine umfassende Aufklärung der Eltern über diese Warnsymptome gefordert. Bei einer intravenösen Verabreichung wird auf eine langsame Injektion hingewiesen, da ein erhöhtes Risiko für eine Hypotension besteht.
Dosierung
Das Kinderformularium gibt folgende allgemeine Dosierungsrichtlinien für die orale und rektale Gabe vor:
-
Einzeldosis: 10-15 mg/kg Körpergewicht
-
Maximale Tagesdosis: 50-75 mg/kg Körpergewicht (maximal 4000 mg)
-
Dosierungsintervall: Alle 6-8 Stunden
Für die intravenöse Gabe besteht eine Zulassung erst ab einem Alter von 1 Jahr oder einem Körpergewicht von über 9 kg. Die orale und rektale Gabe ist ab 3 Monaten (und >5 kg) zugelassen.
Dosierung nach Körpergewicht
| Körpergewicht | Einzeldosis | Tageshöchstdosis |
|---|---|---|
| 5-8 kg | 50-125 mg | 500 mg |
| 9-15 kg | 125-250 mg | 1000 mg |
| 16-23 kg | 250-375 mg | 1500 mg |
| 24-30 kg | 375-500 mg | 2000 mg |
| 31-45 kg | 500-750 mg | 3000 mg |
| Ab 45 kg | 500-1000 mg | 4000 mg |
Darreichungsformen
Folgende Darreichungsformen werden in der Monographie aufgeführt:
-
Tropfen: 500 mg/ml (1 Tropfen entspricht 25 mg)
-
Suppositorien: 300 mg oder 1000 mg
-
Tabletten: 500 mg
-
i.v.-Lösung: 1 g/2 ml oder 2,5 g/5 ml
Kontraindikationen
Laut Monographie gelten folgende Kontraindikationen für die Gabe von Metamizol:
-
Störungen der Knochenmarkfunktion
-
Akute hepatische Porphyrie
-
Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel)
-
Säuglinge unter 3 Monaten oder unter 5 kg Körpergewicht
-
Bekannte Allergie gegen Pyrazolone
💡Praxis-Tipp
Die Monographie warnt ausdrücklich vor dem Risiko einer Agranulozytose unter Metamizol-Therapie. Es wird empfohlen, bei Kindern, die unter der Behandlung plötzlich Fieber und Halsschmerzen entwickeln, umgehend eine Blutbildkontrolle durchzuführen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass Metamizol bei Fieber lediglich als Reserveantipyretikum nach Versagen von Paracetamol und Ibuprofen eingesetzt werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Laut Kinderformularium ist die orale und rektale Gabe ab einem Alter von 3 Monaten und einem Gewicht von über 5 kg zugelassen. Die intravenöse Verabreichung wird erst ab 1 Jahr oder über 9 kg Körpergewicht empfohlen.
Die empfohlene Einzeldosis für die orale oder rektale Gabe beträgt 10 bis 15 mg pro Kilogramm Körpergewicht. Die maximale Tagesdosis liegt laut Quelle bei 50 bis 75 mg/kg, wobei 4000 mg nicht überschritten werden dürfen.
Die Monographie weist darauf hin, dass bei einer intravenösen Verabreichung ein Risiko für Hypotension besteht. Daher wird eine langsame Injektion empfohlen.
Die Quelle warnt vor einer seltenen, aber lebensbedrohlichen Agranulozytose. Bei Auftreten von Fieber und Halsschmerzen wird eine sofortige Blutbildkontrolle empfohlen.
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Quelle: Kinderformularium: Metamizol (Novaminsulfon) - Pädiatrische Dosierung (Kinderformularium / DGKJ, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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