Lungenkrebs-Screening: Low-Dose-CT, Kriterien und Alter

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: USPSTF (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Lungenkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung und die häufigste Krebstodesursache in den USA. Der wichtigste Risikofaktor ist das Rauchen, gefolgt von zunehmendem Alter.

Die Prognose ist im Allgemeinen schlecht, mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von etwa 20,5 Prozent. Ein frühzeitig erkanntes Karzinom weist jedoch eine deutlich bessere Prognose auf und ist besser behandelbar.

Die vorliegende Empfehlung der US Preventive Services Task Force (USPSTF) aus dem Jahr 2021 aktualisiert die vorherige Leitlinie von 2013. Sie basiert auf einem systematischen Review zur Genauigkeit, zum Nutzen und zu den Risiken des Screenings mittels Low-Dose-Computertomographie (LDCT).

Empfehlungen

Die USPSTF-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zum Lungenkrebs-Screening:

Indikation zum Screening

Es wird ein jährliches Screening auf Lungenkrebs mittels Low-Dose-Computertomographie (LDCT) empfohlen (Empfehlungsgrad B). Die Zielgruppe umfasst Erwachsene, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Alter zwischen 50 und 80 Jahren

  • Raucheranamnese von mindestens 20 Packungsjahren (pack-years)

  • Aktuelle Raucher oder Personen, die innerhalb der letzten 15 Jahre mit dem Rauchen aufgehört haben

Beendigung des Screenings

Laut Leitlinie sollte das Screening abgebrochen werden, sobald eines der folgenden Kriterien zutrifft:

  • Die Person hat seit 15 Jahren nicht mehr geraucht.

  • Es tritt ein gesundheitliches Problem auf, das die Lebenserwartung erheblich einschränkt.

  • Die Fähigkeit oder Bereitschaft zu einer kurativen Lungenoperation ist nicht mehr gegeben.

Änderungen zur Vorversion

Im Vergleich zur Empfehlung aus dem Jahr 2013 wurden die Einschlusskriterien erweitert. Das Einstiegsalter wurde von 55 auf 50 Jahre gesenkt und die erforderliche Raucheranamnese von 30 auf 20 Packungsjahre reduziert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass das Screening bei Personen mit stark eingeschränkter Lebenserwartung oder fehlender Operationsfähigkeit beendet werden sollte. Es wird empfohlen, vor der Anordnung eines Low-Dose-CTs stets die individuelle Bereitschaft und Eignung für einen potenziell kurativen thoraxchirurgischen Eingriff zu evaluieren.

Häufig gestellte Fragen

Die USPSTF empfiehlt das jährliche Screening für Erwachsene zwischen 50 und 80 Jahren mit einer Raucheranamnese von mindestens 20 Packungsjahren. Dies gilt für aktuelle Raucher sowie für Personen, die in den letzten 15 Jahren abstinent wurden.

Laut Leitlinie wird die Low-Dose-Computertomographie (LDCT) als Screening-Methode empfohlen. Sie bietet bei Hochrisikopatienten einen moderaten Nettonutzen.

Das Screening sollte laut Leitlinie gestoppt werden, wenn die Person seit 15 Jahren rauchfrei ist. Ebenso wird ein Abbruch empfohlen, wenn schwere Begleiterkrankungen die Lebenserwartung oder die Operationsfähigkeit einschränken.

Die aktuelle Empfehlung senkt das Einstiegsalter für das Screening von 55 auf 50 Jahre. Zudem wurde die Schwelle für die Raucheranamnese von 30 auf 20 Packungsjahre herabgesetzt.

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Quelle: Screening for Lung Cancer: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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