IQWiG2025

Ivacaftor/Tezacaftor/Elexacaftor: Zusatznutzen bei CF

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der IQWiG-Bericht A25-62 bewertet den Zusatznutzen der Dreifachkombination Ivacaftor/Tezacaftor/Elexacaftor in Kombination mit Ivacaftor. Die Bewertung bezieht sich auf die kausale Behandlung der zystischen Fibrose (Mukoviszidose).

Die spezifische Zielpopulation umfasst Patientinnen und Patienten ab 2 Jahren. Voraussetzung ist das Vorliegen von mindestens einer Nicht-Klasse-I-Mutation im CFTR-Gen, inklusive mindestens einer Gating-Mutation und exklusive einer F508del-Mutation.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) die Monotherapie mit Ivacaftor festgelegt. Der pharmazeutische Unternehmer reichte zur Bewertung Daten aus randomisierten und beobachtenden Studien ein, um eine Übertragung des Zusatznutzens von anderen Patientengruppen zu begründen.

Empfehlungen

Bewertung der Evidenz

Laut IQWiG-Bericht legte der Hersteller keine randomisierte kontrollierte Studie (RCT) vor, die die Kombinationstherapie direkt mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie Ivacaftor vergleicht. Die primär herangezogene Studie VX21-445-124 verglich die Therapie lediglich mit Placebo.

Zudem entsprach die in dieser Studie untersuchte Population nicht der Fragestellung, da Gating-Mutationen explizit ausgeschlossen waren. Die ergänzend eingereichten Beobachtungsstudien waren einarmig und ließen keinen adäquaten Vergleich zur zweckmäßigen Vergleichstherapie zu.

Ergebnis zum Zusatznutzen

Aufgrund der ungeeigneten Datenlage leitet das IQWiG folgendes Ergebnis ab:

  • Für die untersuchte Patientengruppe ist ein Zusatznutzen nicht belegt.

  • Ein reiner Vorher-Nachher-Vergleich gegenüber einer Vortherapie mit CFTR-Modulatoren wird als nicht sachgerecht eingestuft.

  • Die endgültige Beschlussfassung über den Zusatznutzen sowie die Jahrestherapiekosten obliegt dem G-BA.

Dosierung

Die Fachinformation gibt detaillierte Dosierungsschemata für die Kombinationstherapie vor. Die Einnahme der Morgen- und Abenddosis sollte im Abstand von etwa 12 Stunden zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit erfolgen.

Alter und GewichtMorgendosis (Ivacaftor/Tezacaftor/Elexacaftor)Abenddosis (Ivacaftor)Darreichungsform
2 bis 5 Jahre, 10 bis < 14 kg60 mg / 40 mg / 80 mg59,5 mgGranulat
2 bis 5 Jahre, ≥ 14 kg75 mg / 50 mg / 100 mg75 mgGranulat
6 bis 11 Jahre, < 30 kg2x (37,5 mg / 25 mg / 50 mg)75 mgTablette
6 bis 11 Jahre, ≥ 30 kg2x (75 mg / 50 mg / 100 mg)150 mgTablette
Ab 12 Jahren2x (75 mg / 50 mg / 100 mg)150 mgTablette

Bei mäßig eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh B) wird die Behandlung nicht empfohlen, kann aber bei klarem medizinischem Bedarf in reduzierter Dosis erwogen werden. Bei gleichzeitiger Anwendung mit mäßigen oder starken CYP3A-Inhibitoren ist eine Dosisreduktion erforderlich.

Kontraindikationen

Laut Bericht besteht eine Kontraindikation bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass während der gesamten Behandlung auf Nahrungsmittel oder Getränke, die Grapefruit enthalten, verzichtet werden muss. Bei stark eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh C) dürfen Patientinnen und Patienten nicht mit dem Medikament behandelt werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Fachinformation ist die Einnahme der Medikation zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit essenziell für eine ausreichende Resorption. Es wird darauf hingewiesen, dass bei der Anwendung von Granulat bei Kleinkindern die beigemischte Nahrung oder Flüssigkeit maximal Raumtemperatur haben darf und die Mischung innerhalb einer Stunde verzehrt werden muss. Zudem wird betont, dass die Tabletten im Ganzen geschluckt werden müssen und ein Zerkleinern nicht empfohlen wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen für diese spezifische Patientengruppe (ab 2 Jahren, Nicht-Klasse-I-Mutation inklusive Gating-Mutation) aktuell nicht belegt. Es lagen keine geeigneten Vergleichsstudien gegenüber der zweckmäßigen Vergleichstherapie Ivacaftor vor.

Das Granulat wird mit einem Teelöffel weicher, altersgerechter Nahrung oder Flüssigkeit vermischt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Nahrung maximal Raumtemperatur haben darf und unmittelbar vor oder nach der Einnahme eine fetthaltige Mahlzeit erfolgen sollte.

Bei leicht eingeschränkter Leberfunktion (Child-Pugh A) ist keine Anpassung nötig. Bei mäßiger Einschränkung (Child-Pugh B) wird die Therapie nicht empfohlen, während sie bei starker Einschränkung (Child-Pugh C) laut Fachinformation nicht angewendet werden darf.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Tabletten im Ganzen geschluckt werden müssen. Ein Zerkauen, Zerdrücken oder Zerbrechen wird nicht empfohlen, da hierfür keine klinischen Daten vorliegen.

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Quelle: IQWiG A25-62: Ivacaftor/Tezacaftor/Elexacaftor (Kombination mit Ivacaftor; zystische Fibrose, ≥ 2 Jahre, mindestens 1 Nicht-Klasse-I-Mutation (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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