Acalabrutinib bei CLL: Indikation und Zielpopulation
Hintergrund
Das vorliegende Addendum des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bewertet ergänzende Berechnungen zur Zielpopulationsgröße für Acalabrutinib. Es bezieht sich auf die Monotherapie bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL), die mindestens eine Vorbehandlung erhalten haben.
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) forderte diese Bewertung an, nachdem der pharmazeutische Unternehmer im Stellungnahmeverfahren neue Daten vorgelegt hatte. Ziel ist die Quantifizierung der Patientenzahlen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgeteilt in drei spezifische Teilpopulationen.
Die endgültige Festlegung der Patientenzahlen in der GKV-Zielpopulation obliegt dem G-BA.
💡Praxis-Tipp
Bei der Einordnung von CLL-Patienten für eine Therapie mit Acalabrutinib wird laut Bericht eine genaue Stratifizierung anhand der Vorbehandlungen sowie des Vorliegens einer 17p-Deletion oder TP53-Mutation vorgenommen. Es wird darauf hingewiesen, dass eine erneute Chemoimmuntherapie in der Rezidivsituation gemäß aktuellen Leitlinien oft nur noch eine nachrangige Alternative darstellt.
Häufig gestellte Fragen
Der Bericht bezieht sich auf die Monotherapie mit Acalabrutinib bei erwachsenen Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL). Voraussetzung ist, dass die Patienten bereits mindestens eine Vorbehandlung erhalten haben.
Laut den Berechnungen im IQWiG-Addendum wird die Gesamtzahl der vorbehandelten CLL-Patienten in der gesetzlichen Krankenversicherung für das Jahr 2020 auf 2.010 bis 7.536 Personen geschätzt. Die endgültige Festlegung dieser Zahl obliegt dem G-BA.
Diese genetischen Marker dienen der Zuordnung in spezifische Teilpopulationen. Patienten mit einer 17p-Deletion oder TP53-Mutation nach einer Vorbehandlung werden einer separaten Gruppe zugeordnet, für die eine Chemoimmuntherapie in der Regel nicht angezeigt ist.
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Quelle: IQWiG G21-13: Acalabrutinib (vorbehandelte chronische lymphatische Leukämie) - 2. Addendum zum Auftrag A20-105 (IQWiG, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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