Encorafenib (Melanom): Therapie bei BRAF-V600-Mutation

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Encorafenib in Kombination mit Binimetinib. Das Anwendungsgebiet umfasst erwachsene Personen mit nicht resezierbarem oder metastasiertem Melanom, die eine BRAF-V600-Mutation aufweisen.

Für die Bewertung wurde die Population in zwei Gruppen unterteilt: nicht vorbehandelte und vorbehandelte Erkrankte. Als zweckmäßige Vergleichstherapie diente bei nicht Vorbehandelten unter anderem die Kombination aus Vemurafenib und Cobimetinib.

Bei vorbehandelten Personen sah der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) eine patientenindividuelle Therapie als Vergleich vor. Der pharmazeutische Unternehmer reichte jedoch für beide Gruppen einen indirekten Vergleich gegenüber Vemurafenib plus Cobimetinib ein.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Aspekt aus dem Bericht ist die strikte Notwendigkeit einer bestätigten BRAF-V600-Mutation vor Therapiebeginn. Es wird betont, dass die Wirksamkeit nur für Tumore mit BRAF-V600E- und V600K-Expression belegt ist und die Therapie bei einem BRAF-Wildtyp nicht angewendet werden darf. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Wirksamkeit bei Personen, die bereits zuvor einen BRAF-Inhibitor erhalten haben, geringer ausfällt.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht ist ein Zusatznutzen von Encorafenib in Kombination mit Binimetinib weder für vorbehandelte noch für nicht vorbehandelte Personen belegt. Es zeigten sich keine signifikanten Überlebensvorteile im indirekten Vergleich.

Die empfohlene Dosis beträgt 450 mg Encorafenib einmal täglich in Kombination mit Binimetinib. Die Kapseln können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Der Gemeinsame Bundesausschuss legte als zweckmäßige Vergleichstherapie Vemurafenib plus Cobimetinib oder Dabrafenib plus Trametinib fest.

Nein, die Fachinformation schließt die Anwendung bei einem malignen Melanom vom BRAF-Wildtyp explizit aus. Vor Therapiebeginn ist ein validierter Mutationstest zwingend erforderlich.

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Quelle: IQWiG A18-61: Encorafenib (Melanom) - Nutzenbewertung gemäß §35a SGB V (IQWiG, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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