IQWiG2015Kardiologie

Intrakranielle Stents: Schlaganfallrisiko und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2015 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Intrakranielle arterielle Stenosen sind Verengungen der hirnversorgenden Blutgefäße, die ein hohes Risiko für ischämische Schlaganfälle bergen. Zur Prävention und Behandlung werden neben der medikamentösen Therapie auch interventionelle Verfahren wie die Stent-Implantation diskutiert.

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Arbeitspapier GA15-02 des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus dem Jahr 2015. Das Dokument evaluiert die Ergebnisse der VISSIT-Studie sowie Daten zur Akutbehandlung in Deutschland.

Ziel der Bewertung war es, den Nutzen und Schaden von Stents zur Behandlung intrakranieller arterieller Stenosen im Vergleich zu anderen Behandlungsstrategien zu untersuchen.

Empfehlungen

Das IQWiG formuliert basierend auf der VISSIT-Studie und weiteren Daten folgende Kernaussagen zur Stent-Behandlung:

Erhöhtes Schlaganfallrisiko

Der Bericht des IQWiG zeigt, dass die Implantation von intrakraniellen Stents mit negativen klinischen Endpunkten assoziiert ist. Es treten vermehrt Schlaganfälle auf, wenn intrakranielle arterielle Stenosen mit Stents behandelt werden.

Die Ergebnisse der VISSIT-Studie bestätigen damit vorherige Nutzenbewertungen des Instituts. Ein Zusatznutzen für diese Intervention konnte nicht festgestellt werden.

Akutbehandlung vs. nicht-akute Behandlung

Das IQWiG hat zudem Fallserien zur Akutbehandlung in Deutschland ausgewertet. Dabei ergaben sich folgende Erkenntnisse:

  • Es zeigen sich keine Unterschiede im klinischen Outcome zwischen der akuten und der nicht-akuten Behandlung mit intrakraniellen Stents.

  • Ein spezifischer Nutzen der Stent-Implantation in der Akutsituation lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht ableiten.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut der IQWiG-Bewertung wird bei der Indikationsstellung für intrakranielle Stents auf das erhöhte Schlaganfallrisiko hingewiesen. Die Datenlage zeigt keinen Vorteil für das interventionelle Vorgehen, auch nicht in der Akutsituation.

Häufig gestellte Fragen

Das IQWiG kommt zu dem Schluss, dass die Behandlung mit intrakraniellen Stents zu mehr Schlaganfällen führt. Diese Aussage wird durch die Ergebnisse der VISSIT-Studie gestützt.

Nein, laut dem IQWiG-Arbeitspapier zeigen Fallserien keine Unterschiede zwischen der akuten und der nicht-akuten Behandlung. Ein spezifischer Nutzen in der Akutsituation ist nicht belegt.

Die VISSIT-Studie bestätigt die Nutzenbewertung des IQWiG. Sie zeigt erneut, dass die Stent-Implantation bei intrakraniellen Stenosen mit einer höheren Schlaganfallrate einhergeht.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: IQWiG GA15-02: Stents zur Behandlung intrakranieller arterieller Stenosen: VISSIT-Studie und Akutbehandlung in Deutschland (Arbeitspapier zum Auftrag N14-01) (IQWiG, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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