StatPearls2026

HIV-2-Infektion: Diagnostik, Therapie und Resistenzen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie behandelt die Epidemiologie, Diagnostik und Therapie der HIV-2-Infektion. Obwohl das Virus primär in Westafrika endemisch ist, hat es sich durch globale Migration weltweit verbreitet.

Im Vergleich zu HIV-1 zeichnet sich HIV-2 durch eine längere asymptomatische Phase, einen langsameren Abfall der CD4-Zellen und eine geringere Viruslast aus. Auch die perinatale Transmissionsrate ist mit ein bis zwei Prozent deutlich niedriger.

Trotz des langsameren Progressionsrisikos führt eine unbehandelte HIV-2-Infektion unweigerlich zum erworbenen Immundefektsyndrom (AIDS) und zum Tod. Sobald die CD4-Zellzahl unter 200 Zellen/µL fällt, gleicht die Mortalitätsrate der von unbehandeltem HIV-1.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen zur klinischen Versorgung:

Diagnostik

Für die Diagnosestellung wird ein HIV-1/2-Antigen-Antikörper-Test der vierten Generation mit einem Differenzierungsassay empfohlen. Die Leitlinie weist darauf hin, dass kommerzielle Viruslast-Tests für HIV-2 oft unzuverlässig sind.

Bis zu 40 Prozent der unbehandelten Infizierten weisen eine nicht nachweisbare Viruslast auf. Daher kann ein negativer Test eine Infektion nicht sicher ausschließen.

Therapie

Es wird empfohlen, die antiretrovirale Therapie (ART) so früh wie möglich nach der Diagnosestellung zu beginnen. Als Erstlinientherapie empfiehlt die Leitlinie folgende Kombinationen:

  • Zwei nukleosidale Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NRTI) plus ein Integrase-Inhibitor (INSTI)

  • Zwei NRTI plus ein geboosteter Protease-Inhibitor (Darunavir oder Lopinavir)

Monitoring und Prophylaxe

Das Therapiemonitoring sollte primär über die CD4-Zellzahl erfolgen. Ein Therapieversagen ist bei klinischer Krankheitsprogression oder abfallenden CD4-Zellen zu vermuten, auch wenn die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt.

Bei einer CD4-Zellzahl von unter 200 Zellen/µL wird die gleiche Primärprophylaxe gegen opportunistische Infektionen empfohlen wie bei HIV-1. Zur Präexpositionsprophylaxe (PrEP) bei Risikogruppen wird der Einsatz von antiretroviralen Medikamenten empfohlen, da diese auch gegen HIV-2 wirksam sind.

Kontraindikationen

Aufgrund natürlicher Polymorphismen weist HIV-2 intrinsische Resistenzen gegen mehrere antiretrovirale Wirkstoffklassen auf. Die Leitlinie warnt vor dem Einsatz folgender Medikamente, da diese unwirksam sind:

WirkstoffklasseSpezifische MedikamenteWirksamkeit bei HIV-2
NNRTIAlle (z.B. Efavirenz, Nevirapin)Unwirksam (intrinsische Resistenz)
FusionsinhibitorenEnfuvirtidUnwirksam
Protease-Inhibitoren (PI)Die meisten PIUnwirksam
Protease-Inhibitoren (PI)Darunavir, Lopinavir, SaquinavirWirksam
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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, sich bei der Diagnostik und dem Therapiemonitoring von HIV-2 auf die Viruslast zu verlassen. Da bis zu 40 Prozent der unbehandelten Infizierten eine Viruslast unter der Nachweisgrenze aufweisen, wird ein primäres Monitoring über den klinischen Verlauf und die CD4-Zellzahl empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie zeichnet sich HIV-2 durch eine längere asymptomatische Phase und einen langsameren Abfall der CD4-Zellen aus. Sobald die CD4-Zellen jedoch unter 200 Zellen/µL fallen, ist die Mortalität vergleichbar mit HIV-1.

Es wird von der Gabe aller nicht-nukleosidalen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) sowie des Fusionsinhibitors Enfuvirtid abgeraten. Gegen diese Wirkstoffe besitzt HIV-2 eine intrinsische Resistenz.

Die Leitlinie empfiehlt die Verwendung eines HIV-1/2-Antigen-Antikörper-Tests der vierten Generation. Dieser beinhaltet einen Differenzierungsassay zur genauen Bestimmung des Virustyps.

Es wird ein schnellstmöglicher Beginn der antiretroviralen Therapie nach der Diagnosestellung empfohlen. Die Therapieziele entsprechen denen der HIV-1-Behandlung.

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Quelle: StatPearls: HIV-2 Infection (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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