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Rivaroxaban (Xarelto) in Schwangerschaft & Stillzeit | Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (Charite Berlin) (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Rivaroxaban (Handelsname Xarelto) gehört zur Gruppe der direkten oralen Antikoagulantien (DOAK). Laut dem Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie (Embryotox) der Charité Berlin ist die Anwendung dieses Medikaments während der Schwangerschaft und Stillzeit aufgrund potenzieller Risiken für den Fetus und unzureichender Humandaten von hoher klinischer Relevanz. Die aktuellen Empfehlungen von Embryotox stufen Rivaroxaban in allen Phasen der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit als streng kontraindiziert ein.

Empfehlungen

Gemäß den Vorgaben von Embryotox gelten für Rivaroxaban folgende Kernempfehlungen:

Kontraindikation in der gesamten Schwangerschaft

Die Anwendung ist im 1., 2. und 3. Trimenon kontraindiziert.

Kinderwunsch

Laut Expertenkonsens wird eine Umstellung auf niedermolekulares Heparin (NMH) bereits vor der Konzeption empfohlen.

Notfall-Exposition

Bei einer versehentlichen Einnahme in der Schwangerschaft empfiehlt Embryotox eine sofortige Umstellung der Medikation sowie weiterführende Ultraschall-Kontrollen.

Klasseneffekt

Die Leitlinie weist darauf hin, dass alle DOAKs (einschließlich Apixaban und Edoxaban) in der Schwangerschaft kontraindiziert sind.

Alternativen

Als sichere Alternative wird laut Embryotox Enoxaparin (Clexane) empfohlen.

Kontraindikationen

Nach Angaben von Embryotox bestehen folgende strenge Kontraindikationen und Warnhinweise:

PhaseRisikoeinstufungBegründung laut Embryotox
1. Trimenon (SSW 1-12)KONTRAINDIZIERTTierexperimentell teratogen; keine ausreichenden Humandaten.
2. Trimenon (SSW 13-27)KONTRAINDIZIERTErhöhtes Blutungsrisiko für den Fetus; plazentagängig (fetale Antikoagulation).
3. Trimenon (SSW 28-40)KONTRAINDIZIERTErhöhtes Blutungsrisiko für den Fetus.
StillzeitKONTRAINDIZIERTÜbergang in die Muttermilch ist nachgewiesen.
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💡Praxis-Tipp

Laut Embryotox ist bei Patientinnen mit Kinderwunsch, die auf eine Antikoagulation angewiesen sind, eine frühzeitige Umstellung auf niedermolekulares Heparin (NMH) wie Enoxaparin (Clexane) vor der Konzeption zu planen.

Häufig gestellte Fragen

Nein, laut Embryotox ist Rivaroxaban im ersten Trimenon kontraindiziert, da es in Tierversuchen teratogen wirkte und keine ausreichenden Daten für den Menschen vorliegen.

Bei einer Notfall-Exposition empfiehlt Embryotox die sofortige Umstellung auf ein niedermolekulares Heparin (NMH) sowie begleitende Ultraschall-Kontrollen.

Gemäß den Empfehlungen von Embryotox ist das Stillen unter Rivaroxaban kontraindiziert, da ein Übergang des Wirkstoffs in die Muttermilch nachgewiesen wurde.

Als Alternative zu Rivaroxaban wird laut Embryotox die Anwendung von Enoxaparin (Clexane) empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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