Mirtazapin in Schwangerschaft und Stillzeit: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Mirtazapin ist ein Antidepressivum, das eine noradrenerge und serotonerge Neurotransmission verstärkt und eine ausgeprägte H1-antihistaminerge Wirkung aufweist. Es wird primär zur Behandlung depressiver Erkrankungen eingesetzt.

Neben der antidepressiven Wirkung besitzt der Wirkstoff antiemetische, schlafanstoßende und sedierende Eigenschaften. Zudem kann es zu einem verstärkten Appetit und einer Gewichtszunahme kommen.

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf den Empfehlungen von Embryotox zur Anwendung des Medikaments während der Schwangerschaft und Stillzeit. Der Erfahrungsumfang für dieses Medikament wird als hoch eingestuft.

Empfehlungen

Schwangerschaft und Planung

Laut Embryotox kann Mirtazapin bei entsprechender Indikation sowohl bei Kinderwunsch als auch während der Schwangerschaft angewendet werden. Es ergaben sich bei etwa 2.000 ausgewerteten Schwangerschaftsverläufen im ersten Trimenon keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungs- oder Abortrisiko.

Überwachung und Entbindung

Die Quelle empfiehlt eine sorgfältige gynäkologische Überwachung sowie eine engmaschige psychiatrische Begleitung. Dies dient der frühzeitigen Erkennung von mütterlichen Krisen oder fetalen Entwicklungskomplikationen wie Frühgeburtsbestrebungen oder Wachstumsretardierungen.

Zur Bestätigung einer normalen fetalen Entwicklung kann eine weiterführende Ultraschalluntersuchung herangezogen werden. Die Entbindung sollte zwingend in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen.

Neonatale Anpassungsstörungen

Bei einer Einnahme bis zur Entbindung ist das Risiko für Anpassungsstörungen beim Neugeborenen erhöht. Diese treten bei etwa einem Drittel der Neugeborenen nach einer Monotherapie auf und umfassen folgende Symptome:

  • Tachypnoe und Trinkschwäche

  • Tremor, Unruhe und muskuläre Hypotonie

  • Hypoglykämie und Störungen der Temperaturregulation

Stillzeit

Das Stillen wird unter einer Monotherapie und bei guter Beobachtung des Kindes als akzeptabel eingestuft. In der Regel ist der Wirkstoff im Serum der Stillkinder nicht oder nur in sehr geringer Konzentration nachweisbar.

Therapiealternativen

Als besser geeignete Alternativen nennt die Leitlinie Sertralin, Citalopram oder Escitalopram. Wenn spezifisch ein sedierendes Antidepressivum benötigt wird, gibt es laut Quelle keine besser geeignete Alternative.

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💡Praxis-Tipp

Bei einer Mirtazapin-Therapie bis zur Entbindung ist mit neonatalen Anpassungsstörungen bei etwa einem Drittel der Neugeborenen zu rechnen. Daher wird eine Entbindung in einem Krankenhaus mit angeschlossener Neonatologie dringend angeraten. Zudem wird empfohlen, das Neugeborene in den ersten Lebenstagen genau auf respiratorische, neurologische oder gastrointestinale Auffälligkeiten zu beobachten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox kann das Medikament bei entsprechender Indikation in der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch angewendet werden. Der Erfahrungsumfang wird als hoch eingestuft, ohne Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko.

Die Quelle nennt Sertralin, Citalopram und Escitalopram als besser geeignete Alternativen. Wird jedoch explizit ein sedierendes Antidepressivum benötigt, steht keine besser geeignete Alternative zur Verfügung.

Das Stillen wird bei einer Monotherapie als akzeptabel eingestuft. Es wird jedoch empfohlen, das Kind gut auf eventuelle Auffälligkeiten wie vermehrte Schläfrigkeit oder ungewöhnliche Gewichtszunahme zu beobachten.

Zu den typischen Symptomen zählen Tachypnoe, Trinkschwäche, Tremor, Unruhe und muskuläre Hypotonie. Auch Hypoglykämien und Störungen der Temperaturregulation können in den ersten Lebenstagen auftreten.

Aufgrund des Risikos für neonatale Anpassungsstörungen wird eine Entbindung in einer Klinik mit Neonatologie empfohlen. Dies gewährleistet eine adäquate Überwachung und Behandlung des Neugeborenen in den ersten Lebenstagen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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