Imipramin in Schwangerschaft & Stillzeit: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Imipramin ist ein trizyklisches Antidepressivum, das zur Behandlung von depressiven Erkrankungen und chronischen Schmerzerkrankungen eingesetzt wird. Es hemmt die Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin aus dem synaptischen Spalt.

Die Substanz passiert die Plazenta und unterliegt einer extensiven Metabolisierung, wobei Desipramin einen der aktiven Metaboliten darstellt. Es können anticholinerge und alpha-1-antagonistische Effekte sowie eine Gewichtszunahme auftreten.

Der Erfahrungsumfang in der Schwangerschaft wird für Imipramin als mittel eingestuft. Für die gesamte Wirkstoffgruppe der trizyklischen Antidepressiva liegt jedoch ein sehr hoher Erfahrungsumfang vor.

Empfehlungen

Laut Embryotox gelten folgende Empfehlungen für den Einsatz von Imipramin:

Therapieplanung und Alternativen

Bei einer medikamentösen Neueinstellung wird empfohlen, besser untersuchte Antidepressiva zu bevorzugen. Wenn die Behandlung mit Imipramin jedoch eindeutige therapeutische Vorteile bietet, wird die Einnahme auch in der Schwangerschaft als akzeptabel bewertet.

Als besser geeignete Alternativen nennt die Quelle:

  • Amitriptylin (als trizyklisches Antidepressivum)

  • Sertralin

  • Citalopram

  • Escitalopram

Schwangerschaftsverlauf und Diagnostik

Es wird eine sorgfältige gynäkologische Überwachung sowie eine engmaschige psychiatrische Begleitung empfohlen. Dies dient der rechtzeitigen Erkennung von mütterlichen Krisen und fetalen Entwicklungskomplikationen wie Frühgeburtsbestrebungen oder Wachstumsretardierung.

Nach einer Exposition im ersten Trimenon kann eine weiterführende Ultraschalldiagnostik angeboten werden. Bisherige große Auswertungen zu trizyklischen Antidepressiva zeigen keine Hinweise auf ein erhöhtes Fehlbildungsrisiko.

Perinatalperiode und Entbindung

Bei einer Einnahme bis zur Entbindung besteht ein erhöhtes Risiko für Anpassungsstörungen beim Neugeborenen. Diese treten bei etwa einem Drittel der Neugeborenen nach antidepressiver Monotherapie auf.

Zu den möglichen Symptomen zählen Tachypnoe, Trinkstörungen, Tremor, Hypoglykämie sowie spezifische anticholinerge Wirkungen wie Miktionsstörungen oder Tachyarrhythmien.

Die Entbindung sollte zwingend in einer Klinik mit angeschlossener Neonatologie erfolgen. In den ersten Lebenstagen ist das Neugeborene auf Anpassungsstörungen zu überwachen.

Stillzeit

Das Stillen wird unter einer Imipramin-Monotherapie als akzeptabel eingestuft. Voraussetzung ist eine gute Beobachtung des Kindes.

Die relativen Dosen für den Säugling sind gering, und die Wirkstoffspiegel im kindlichen Plasma liegen meist unter der Nachweisgrenze. Bisher wurden keine unerwünschten Nebenwirkungen bei gestillten Säuglingen beschrieben.

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💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Aspekt für die Praxis ist die Wahl des Entbindungsortes bei fortgeführter Therapie im dritten Trimenon. Da bei etwa einem Drittel der Neugeborenen vorübergehende Anpassungsstörungen oder anticholinerge Effekte auftreten, wird eine Entbindung in einer Klinik mit Neonatologie dringend angeraten. Zudem wird bei einer Neueinstellung in der Schwangerschaft auf besser untersuchte Alternativen wie Sertralin oder Citalopram verwiesen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle sollten bei einer medikamentösen Neueinstellung in der Schwangerschaft besser untersuchte Antidepressiva bevorzugt werden. Bietet Imipramin jedoch eindeutige therapeutische Vorteile, gilt die Anwendung als akzeptabel.

Große Auswertungen zu trizyklischen Antidepressiva zeigen keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen oder Herzfehler. Bei einer Exposition im ersten Trimenon kann zur Sicherheit eine weiterführende Ultraschalldiagnostik angeboten werden.

Es wird eine Entbindung in einer Klinik mit Neonatologie empfohlen. Bei Einnahme bis zur Geburt besteht ein erhöhtes Risiko für neonatale Anpassungsstörungen, die in den ersten Lebenstagen überwacht werden müssen.

Das Stillen wird bei einer Monotherapie mit Imipramin als akzeptabel eingestuft. Es wird empfohlen, den Säugling dabei gut zu beobachten, auch wenn bisher keine unerwünschten Nebenwirkungen beschrieben wurden.

Als besser geeignete Alternativen nennt die Leitlinie das trizyklische Antidepressivum Amitriptylin. Je nach Grunderkrankung werden auch Sertralin, Citalopram oder Escitalopram empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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