Johanniskraut in der Schwangerschaft: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Johanniskraut-Extrakte (Hypericum perforatum) werden zur Behandlung von leichten bis mittelschweren depressiven Störungen eingesetzt. Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf den Empfehlungen von Embryotox.

Die Präparate zeichnen sich durch eine große therapeutische Breite aus. Es wird jedoch auf das hohe Interaktionspotenzial mit zahlreichen anderen Arzneimitteln hingewiesen.

Beispielsweise können die Serumspiegel von oralen Kontrazeptiva und anderen Medikamenten durch die Einnahme vermindert werden. Die Bewertung bezieht sich auf die Einnahme antidepressiv wirksamer Dosierungen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Empfehlungen für den klinischen Umgang:

Familienplanung und 1. Trimenon

Bei einer medikamentösen Neueinstellung oder der Planung einer Schwangerschaft wird empfohlen, besser untersuchte Antidepressiva zu bevorzugen. Als besser geeignete Alternativen nennt der Text Sertralin, Citalopram oder Escitalopram.

Falls Johanniskraut dennoch angewendet wird, ist eine strenge Prüfung auf Interaktionen mit der Co-Medikation erforderlich. Nach einer Exposition im 1. Trimenon kann eine weiterführende Ultraschalldiagnostik angeboten werden, um eine unauffällige fetale Entwicklung zu bestätigen.

Schwangerschaftsverlauf und Entbindung

Es wird eine sorgfältige gynäkologische Überwachung sowie eine engmaschige psychiatrische Begleitung empfohlen. Dies dient laut Text dazu, mütterlichen Krisen und fetalen Entwicklungskomplikationen wie Frühgeburtsbestrebungen oder Wachstumsretardierung rechtzeitig zu begegnen.

Für die Perinatalphase gelten folgende Hinweise:

  • Die Entbindung sollte in einer Klinik mit Neonatologie erfolgen.

  • In den ersten Lebenstagen ist beim Neugeborenen auf etwaige Anpassungsstörungen zu achten.

  • Obwohl neonatale Anpassungsstörungen nach maternaler Einnahme bisher nicht beschrieben wurden, sind sie bei ZNS-aktiven Medikamenten nicht auszuschließen.

Stillzeit

Das Stillen wird unter Johanniskraut-Monotherapie als akzeptabel eingestuft, sofern das Kind gut beobachtet wird. Die Plasmakonzentrationen der Wirkstoffe liegen bei gestillten Kindern meist an oder unter der Nachweisgrenze.

Treten beim Säugling jedoch neuartige Symptome auf, wird die Kontaktaufnahme mit einem Kinderarzt empfohlen. Zu diesen Symptomen zählen:

  • Sedierung oder Lethargie

  • Trinkschwäche

  • Unruhe oder kolikartige Beschwerden

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Aspekt bei der Verordnung von Johanniskraut ist das hohe Interaktionspotenzial, welches die Wirksamkeit von Begleitmedikationen wie oralen Kontrazeptiva herabsetzen kann. Zudem wird bei einer Einnahme bis zur Geburt die Entbindung in einer Klinik mit Neonatologie empfohlen, da neonatale Anpassungsstörungen bei ZNS-aktiven Substanzen grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden können.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox zeigten Kohortenstudien mit über 300 exponierten Schwangerschaften keine statistisch signifikante Erhöhung des Fehlbildungsrisikos. Die Datenlage reicht jedoch für eine abschließende, differenzierte Risikobewertung noch nicht aus.

Bei einer Neueinstellung oder Schwangerschaftsplanung wird empfohlen, besser untersuchte Alternativen zu bevorzugen. Der Text nennt hierbei explizit Sertralin, Citalopram und Escitalopram.

Das Stillen gilt unter einer Monotherapie mit Johanniskraut als akzeptabel. Es wird jedoch empfohlen, den Säugling gut auf Symptome wie Sedierung, Trinkschwäche oder Unruhe zu beobachten.

Es wird eine engmaschige psychiatrische und sorgfältige gynäkologische Betreuung empfohlen. Nach einer Exposition im 1. Trimenon kann zudem ein weiterführender Ultraschall zur Bestätigung der fetalen Entwicklung angeboten werden.

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Quelle: Embryotox: Hypericin in der Schwangerschaft/Stillzeit (Embryotox, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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