Allergen-Immuntherapie (AIT) in der Schwangerschaft: Embryotox

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Embryotox (2026)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die spezifische Immuntherapie (SIT), auch Allergen-Immuntherapie (AIT) oder Hyposensibilisierung genannt, stellt den einzigen kausalen Behandlungsansatz für Allergien dar. Indikationen umfassen laut Quelle Allergien gegen Insektengifte, Pollen und Hausstaubmilben.

Durch die mehrjährige, regelmäßige subkutane oder sublinguale Verabreichung des Allergens wird eine langfristige immunologische Toleranz angestrebt. Ziel ist es, Symptome zu reduzieren, den Medikamentenbedarf zu senken und die Entstehung eines allergischen Asthmas zu verhindern.

Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf den Angaben von Embryotox zur Anwendung der SIT während der Schwangerschaft und Stillzeit. Der Erfahrungsumfang für diese Therapie wird als hoch eingestuft.

Empfehlungen

Fortführung einer bestehenden Therapie

Laut Embryotox ist die Fortsetzung einer gut vertragenen spezifischen Immuntherapie während der gesamten Schwangerschaft möglich. Auswertungen von über 1.000 Schwangerschaften zeigten kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen, Aborte, Totgeburten, Präeklampsie oder Frühgeburtlichkeit.

Neuansatz und Dosisanpassung

Die Quelle formuliert folgende Einschränkungen für die Schwangerschaft:

  • Eine SIT sollte in der Schwangerschaft nicht neu begonnen werden.

  • Auf Dosissteigerungen bei einer bereits initiierten Therapie sollte verzichtet werden.

Hintergrund dieser Vorsichtsmaßnahme ist die seltene Nebenwirkung einer Anaphylaxie, welche zu einer fetalen Hypoxie führen könnte.

Anwendung in der Stillzeit

Es wird angegeben, dass eine SIT in der Stillzeit durchgeführt werden kann. Zwar liegen keine publizierten Daten zum Stillen unter SIT vor, jedoch gibt es keine Hinweise auf eine nennenswerte systemische Absorption der Allergene oder negative Auswirkungen auf den Säugling.

Kontraindikationen

Die Quelle rät von einem Neuansatz einer spezifischen Immuntherapie während der Schwangerschaft ab. Ebenso wird vor Dosissteigerungen im Rahmen einer bereits laufenden Therapie gewarnt. Grund hierfür ist das Risiko einer Anaphylaxie mit möglicher fetaler Hypoxie.

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💡Praxis-Tipp

Laut Quelle ist die Fortführung einer Erhaltungsdosis bei gut vertragener Allergen-Immuntherapie in der Schwangerschaft sicher, jedoch wird von Dosissteigerungen strikt abgeraten. Es wird betont, dass das Hauptrisiko nicht in der Teratogenität der Allergene liegt, sondern in der Gefahr einer mütterlichen Anaphylaxie, die eine fetale Hypoxie auslösen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Embryotox kann eine gut vertragene spezifische Immuntherapie (SIT) in der Schwangerschaft fortgesetzt werden. Es zeigten sich in Studien keine erhöhten Risiken für Fehlbildungen oder Schwangerschaftskomplikationen.

Die Quelle rät davon ab, eine SIT während der Schwangerschaft neu zu initiieren. Dies dient der Vermeidung einer Anaphylaxie, welche zu einer fetalen Hypoxie führen könnte.

Es wird empfohlen, auf Dosissteigerungen bei einer bereits initiierten Therapie in der Schwangerschaft zu verzichten. Die Behandlung sollte auf dem erreichten, gut vertragenen Dosisniveau fortgeführt werden.

Ja, laut Quelle kann eine SIT in der Stillzeit problemlos durchgeführt werden. Es gibt keine Hinweise auf eine nennenswerte Absorption der Allergene in das Gefäßsystem oder negative Auswirkungen auf das gestillte Kind.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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