Kyleena (Levonorgestrel) Spirale: Anwendung & Fachinformation
Hintergrund
Das intrauterine Inlay Kyleena enthaelt 19,5 mg Levonorgestrel und wird zur Kontrazeption eingesetzt. Laut der Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (SmPC) der EMA bietet das Praeparat einen Empfaengnisschutz fuer bis zu fuenf Jahre. Die Fachinformation beschreibt, dass das T-foermige Kunststoffskelett kontinuierlich Levonorgestrel lokal in die Gebaermutterhoehle abgibt. Gemaess den Herstellerangaben fuehrt die hohe lokale Gestagenkonzentration zu einer Down-Regulation der Rezeptoren im Endometrium, einer Verdickung des Zervixschleims und einer Hemmung der Spermienmobilitaet.
Empfehlungen
Die EMA-Fachinformation empfiehlt, dass die Einlage von Kyleena ausschliesslich durch qualifiziertes medizinisches Personal mit entsprechender Erfahrung erfolgen darf. Vor der Applikation ist laut Dokument eine sorgfaeltige Untersuchung zum Ausschluss von Schwangerschaften und genitalen Infektionen durchzufuehren. Gemaess der Fachinformation sollte die Patientin 4 bis 6 Wochen nach der Einlage erneut untersucht werden, um den korrekten Sitz und die Rueckholfaeden zu kontrollieren. Die Leitlinie der EMA weist darauf hin, dass bei starken Schmerzen oder Blutungen waehrend oder nach der Einlage an eine moegliche Perforation gedacht werden muss und entsprechende diagnostische Schritte wie ein Ultraschall einzuleiten sind. Nach Ablauf von fuenf Jahren ist das System laut Fachinformation spaetestens zu entfernen.
Dosierung
| Zeitpunkt | Empfehlung laut Fachinformation |
|---|---|
| Regulaerer Zyklus | Einlage innerhalb von 7 Tagen nach Menstruationsbeginn |
| Postpartum | Fruehestens 6 Wochen nach Entbindung |
| Nach Abort (1. Trimenon) | Sofortige Einlage moeglich |
Kontraindikationen
Die Fachinformation listet mehrere strikte Kontraindikationen auf. Gemaess dem Dokument darf Kyleena bei bestehender Schwangerschaft, akuten oder rezidivierenden Beckeninfektionen sowie bei akuter Zervizitis oder Vaginitis nicht angewendet werden. Laut EMA sind auch maligne Erkrankungen des Uterus oder der Zervix, gestagenabhaengige Tumoren wie Brustkrebs sowie angeborene oder erworbene Uterusanomalien (inklusive Myome, die die Hoehle verformen) Kontraindikationen. Die Fachinformation warnt zudem vor der Anwendung bei akuten Lebererkrankungen oder Lebertumoren.
💡Praxis-Tipp
Laut Fachinformation ist bei stillenden Frauen sowie bei einer Einlage innerhalb von 36 Wochen nach der Entbindung auf ein erhoehtes Risiko fuer eine Uterusperforation zu achten.
Häufig gestellte Fragen
Gemaess der Fachinformation ist das intrauterine Inlay nach spaetestens fuenf Jahren zu entfernen.
Die EMA-Fachinformation gibt an, dass das Praeparat nicht als postkoitales Antikonzeptivum geeignet ist.
Laut Dokument sind Veraenderungen des Blutungsmusters wie Schmierblutungen in den ersten Monaten haeufig; im weiteren Verlauf entwickeln viele Anwenderinnen laut Fachinformation eine Oligomenorrhoe oder Amenorrhoe.
Die Fachinformation beschreibt, dass eine MRT-Untersuchung unter bestimmten Bedingungen (statisches Magnetfeld von 3 Tesla oder weniger) sicher durchgefuehrt werden kann.
Laut EMA muss in diesem Fall eine Schwangerschaft oder Ausstossung ausgeschlossen und die Lage des Inlays per Ultraschall kontrolliert werden.
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Quelle: Kyleena SE - Device Breakage — SmPC (Summary of Product Characteristics) (EMA, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.