eCardiology: Telemedizin, KI, ePA und Mobile Health
Hintergrund
Das Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) adressiert die zunehmende Bedeutung der digitalen Transformation in der Herzmedizin. Historisch ist die Kardiologie eng mit dem technologischen Fortschritt verbunden, jedoch hat die Digitalisierung im klinischen Alltag bisher oft nicht zu der erhofften Erleichterung geführt.
Herausforderungen wie die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und mangelnde intersektorale Vernetzung erschweren die Nutzung medizinischer Informationen. Gleichzeitig treiben sogenannte "e-Patienten" durch die Nutzung von Wearables und Gesundheits-Apps den kulturellen Wandel im Gesundheitswesen aktiv voran.
Um diese Entwicklungen proaktiv und patientenzentriert zu gestalten, wurde das eCardiology-Programm ins Leben gerufen. Es zielt darauf ab, digitale Gesundheitslösungen zu evaluieren, die Sektorengrenzen zu überwinden und Qualitätsstandards für die kardiologische Praxis zu etablieren.
💡Praxis-Tipp
Das Positionspapier weist darauf hin, dass Patienten zunehmend eigene Gesundheitsinformationen über Wearables und Smart Devices generieren. Es wird betont, dass medizinisches Personal sich auf gut, aber teils auch falsch informierte "e-Patienten" einstellen muss. Eine hohe digitale Kompetenz ist daher unerlässlich, um diese von Patienten erhobenen Parameter kritisch einordnen und für die Behandlungssteuerung nutzbar machen zu können.
Häufig gestellte Fragen
Laut Positionspapier der DGK generieren Wearables zunehmend digitale Biomarker, die für die kardiovaskuläre Diagnostik genutzt werden können. Es wird hervorgehoben, dass diese Geräte eine longitudinale Nachverfolgung von Vitalparametern im Alltag ermöglichen.
Das Dokument beschreibt die Entwicklung von speziellen Apps und Clinical Decision Support (CDS)-Tools. Diese sollen in Echtzeit leitlinienbasierte Entscheidungshilfen direkt am Point of Care zur Verfügung stellen.
Das Konzept zielt darauf ab, die kardiovaskuläre Gesundheit einer Person durch die Integration aller verfügbaren biologischen und klinischen Quellen präzise zu beurteilen. Laut Papier hilft dies, individuelle Risikofaktoren besser zu verstehen und zielgerichtete Therapien auszuwählen.
Das Positionspapier betont, dass telekardiologische Anwendungen fest definierte Behandlungsabläufe benötigen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass telemedizinische Zentren nach den Vorgaben der Fachgesellschaften zertifiziert sein müssen.
Die DGK strebt eine standardisierte Prüfung von Apps an, insbesondere wenn diese Risikokalkulatoren oder Entscheidungshilfen enthalten. Bestehende Tools der Gesellschaft haben laut Dokument bereits Zertifizierungen wie die TÜV Süd-Zulassung durchlaufen.
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Quelle: eCardiology: ein strukturierter Ansatz zur Förderung der digitalen Transformation in der Kardiologie Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
Verwandte Leitlinien
DDG: PE_Digitalisierung_in_der_Diabetologie_2025.pdf pdf
Positionspapier Kardiologische Weiterbildung in Deutschland – vom Status quo zu bevorstehenden Herausforderungen und Lösungsvisionen Aus der
DGIM Keyfacts: S2e-LL Telemedizin in der prähospitalen Notfallmedizin
Positionspapier zur Zertifizierung von Telemedizinzentren Empfehlungen der AG 33 Telemonitoring in der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e. V. (DGK)
Professioneller Umgang mit sozialen Medien in der Kardiologie Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien
AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.
Kostenloses Konto erstellen