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Hendra- und Nipahvirus: Diagnostik & Management (RKI)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Unknown Source Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Diagnostik von Henipa-Viren erfolgt über das RKI-Speziallabor und das BNITM.
  • Für das Management von Nipah-Virus-Verdachtsfällen existiert ein spezifisches Flussschema.
  • Die klinische Beratung und Patientenversorgung wird durch das STAKOB-Netzwerk koordiniert.
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Hintergrund

Die Infektionen durch das Hendra- und Nipahvirus (Henipa-Viren) gehören zu den Erkrankungen durch hochpathogene virale Erreger. Aufgrund der Gefährlichkeit dieser Viren erfordern Verdachtsfälle ein striktes Management und die Einbindung spezialisierter Zentren für Diagnostik und Therapie.

Diagnostik und Ansprechpartner

Die labordiagnostische Abklärung darf nur in ausgewiesenen Speziallaboren erfolgen. In Deutschland sind hierfür primär zwei Einrichtungen zuständig:

EinrichtungFunktion
Robert Koch-Institut (RKI)Speziallabor für hochpathogene virale Erreger
Bernhard-Nocht-Institut (BNITM)Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger

Management und Therapie

Für das Management in Einrichtungen des Gesundheitswesens gelten strenge Vorgaben.

  • Verdachtsfall Nipah-Virus: Es existiert ein dediziertes Flussschema (Stand: 26.02.2025), das die genauen Maßnahmen bei einem Verdacht auf eine Nipah-Virus-Infektion regelt.
  • Therapieberatung: Die klinische Versorgung und Beratung erfolgt über den STAKOB (Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger). Dieses Netzwerk unterstützt behandelnde Ärzte bei der Patientenversorgung.

Forschung und internationale Überwachung

Die Erforschung der Infektionsmechanismen von Henipa-Viren wird kontinuierlich vorangetrieben (u.a. mit RKI-Beteiligung). Auf internationaler Ebene koordinieren verschiedene Gesundheitsorganisationen die Überwachung und Forschung:

  • WHO: Bereitstellung der Nipah Research and Development Roadmap sowie Ausbruchsdaten.
  • CDC & ECDC: Internationale Überwachung und Bereitstellung von Kartenmaterial zu Ausbrüchen.
  • Auswärtiges Amt: Publikation von generellen Reise- und Sicherheitshinweisen für betroffene Endemiegebiete.

💡Praxis-Tipp

Kontaktieren Sie bei einem begründeten Verdacht auf eine Hendra- oder Nipahvirus-Infektion umgehend das STAKOB-Netzwerk zur Abstimmung des weiteren klinischen Managements und der sicheren Probenlogistik.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnostik erfolgt über das Speziallabor für hochpathogene virale Erreger am RKI oder das Nationale Referenzzentrum am BNITM.
Das STAKOB-Netzwerk (Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger) berät zur Therapie und Patientenversorgung.
Ja, für den Verdacht auf eine Nipah-Virus-Infektion stellt das RKI ein spezifisches Flussschema für Einrichtungen des Gesundheitswesens zur Verfügung.

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