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Probiotika in Säuglingsnahrung: DGKJ-Stellungnahme

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGKJ (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Muttermilch enthält natürlicherweise eine Vielzahl von Mikroorganismen, die den Aufbau der kindlichen Darmflora unterstützen. Um diesen Effekt nachzuahmen, werden industriell hergestellten Säuglingsanfangsnahrungen und Folgenahrungen zunehmend Bakterienstämme wie Lactobazillen oder Bifidobakterien als sogenannte "Probiotika" zugesetzt.

Diese Zusammenfassung basiert auf einer kurzen Stellungnahme der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). Sie bewertet die Sicherheit und den klinischen Nutzen dieser angereicherten Säuglingsnahrungen auf dem deutschen Markt.

Empfehlungen

Die Stellungnahme der DGKJ formuliert folgende zentrale Einschätzungen zu probiotika-angereicherten Säuglingsnahrungen:

Sicherheit

Laut der Ernährungskommission der DGKJ bestehen bei den derzeit in Deutschland angebotenen Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen, die mit Lactobazillen oder Bifidobakterien angereichert sind, keine Sicherheitsbedenken.

Klinischer Nutzen

Die Leitlinie stellt fest, dass sich mit der aktuellen Datenlage keine klinisch relevanten Vorteile gegenüber nicht-angereicherten Nahrungen sicher nachweisen lassen. Ein medizinisch begründeter Vorteil für den Einsatz dieser Nahrungen ist demnach aktuell nicht belegt.

Forschungsbedarf

Zur abschließenden Bewertung der Wirkungen von Bakterienzusätzen in Säuglingsnahrungen spricht sich die DGKJ nachdrücklich für weitere Forschung aus. Es wird die Durchführung wissenschaftlich hochwertiger Studien gefordert, die insbesondere auch potenzielle Langzeiteffekte untersuchen sollen.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Beratung von Eltern zu Säuglingsnahrungen mit probiotischen Zusätzen (Lactobazillen, Bifidobakterien) kann darauf hingewiesen werden, dass diese Produkte laut DGKJ zwar sicher sind, aber keinen nachgewiesenen klinischen Vorteil gegenüber Standardnahrungen bieten. Eine medizinische Notwendigkeit für den Einsatz dieser oft teureren Spezialnahrungen lässt sich aus der aktuellen Datenlage nicht ableiten.

Häufig gestellte Fragen

Laut der DGKJ-Stellungnahme gibt es bei den in Deutschland erhältlichen Säuglingsanfangs- und Folgenahrungen mit Lactobazillen oder Bifidobakterien keine Sicherheitsbedenken.

Die Ernährungskommission der DGKJ stellt fest, dass sich mit der derzeitigen Datenlage keine klinisch relevanten Vorteile gegenüber herkömmlichen, nicht-angereicherten Nahrungen sicher nachweisen lassen.

Gemäß der Stellungnahme handelt es sich bei den Zusätzen auf dem deutschen Markt primär um Lactobazillen und Bifidobakterien.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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