DGKJ2026Pädiatrie

COVID-19 Therapie bei Kindern: DGKJ-Stellungnahme

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGKJ (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Stellungnahme der Kommission für Arzneimittelsicherheit im Kindesalter (KASK) der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) befasst sich mit der medikamentösen Therapie von COVID-19 bei Kindern. Aufgrund der dynamischen Epidemiologie der Erkrankung mangelt es an systematischen Untersuchungen und belastbarer Evidenz für therapeutische Interventionen.

Im Gegensatz zu Erwachsenen, bei denen Alter und Komorbiditäten oft zu dramatischen Verläufen führen, sind schwerste Krankheitsverläufe bei Kindern laut Leitlinie eine Rarität. Die DGKJ betont, dass aufgrund dieser meist milden Verläufe in der Regel keine spezifischen Therapieempfehlungen ausgesprochen werden können.

Empfehlungen

Die DGKJ formuliert folgende Kernaussagen zur medikamentösen Behandlung von pädiatrischen COVID-19-Fällen:

Umgang mit vorbestehender Medikation

Bei pädiatrischen Patienten mit Grunderkrankungen wird davor gewarnt, eine bestehende Dauermedikation eigenmächtig abzusetzen. Ein Absetzen darf laut Stellungnahme nur nach Absprache mit den behandelnden Spezialisten erfolgen. Dies betrifft insbesondere folgende Medikamentengruppen:

  • ACE-Hemmer

  • Thrombozytenaggregationshemmer

  • Antikoagulantien

  • Inhalative Steroide

  • Immunsuppressiva

Bewertung spezifischer Wirkstoffgruppen

Für verschiedene experimentelle und symptomatische Therapieansätze liefert das Dokument folgende Einschätzungen:

Wirkstoffklasse / MedikamentBewertung laut StellungnahmeIndikation bei Kindern
NSAID (insbesondere Ibuprofen)Keine Hinweise auf negativen Effekt auf den Krankheitsverlauf; WHO-Warnung zurückgenommenKritische Indikationsstellung bleibt bestehen
Proteinase-Inhibitoren (Lopinavir, Ritonavir, Favilavir, Remdesivir)Wirksamkeit nicht erwiesen; Remdesivir nur in klinischen StudienKeine klare Indikation
Chloroquin / HydroxychloroquinMöglicher therapeutischer Ansatz; Studien bei Erwachsenen laufenKeine klare Indikation
IL-6- oder IL-1-Blocker (Tocilizumab, Anakinra)Einzelfallberichte zur Hemmung der Hyperinflammation zum Teil vielversprechendKeine klare Indikation
Systemische SteroideHinweise auf negative Beeinflussung des KrankheitsverlaufsKeine abschließende Bewertung möglich

Allgemeine Therapieprinzipien

Die Leitlinie betont, dass das Prinzip der Schadensvermeidung (do not harm) oberste Priorität hat. Eine Indikation für experimentelle Therapien ist bei Kindern in der Regel nicht gegeben. Dennoch weist die Kommission darauf hin, dass im Einzelfall individuelle Heilversuche notwendig werden können.

Kontraindikationen

Die Stellungnahme weist darauf hin, dass die Behandlung mit Steroiden den Krankheitsverlauf von COVID-19 negativ beeinflussen kann. Eine abschließende Bewertung für den Einsatz bei Kindern wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch nicht gegeben.

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💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Stellungnahme ist der Umgang mit vorbestehenden Therapien bei chronisch kranken Kindern. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, Medikamente wie ACE-Hemmer, Immunsuppressiva oder inhalative Steroide ohne fachärztliche Rücksprache abzusetzen. Zudem stellt die Leitlinie klar, dass Ibuprofen bei kritischer Indikationsstellung weiterhin eingesetzt werden kann, da keine belastbaren Hinweise auf einen negativen Krankheitsverlauf vorliegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut DGKJ-Stellungnahme gibt es keine belastbaren Hinweise darauf, dass Ibuprofen den Krankheitsverlauf negativ beeinflusst. Die ursprüngliche WHO-Warnung wurde zurückgenommen, eine kritische Indikationsstellung wird jedoch weiterhin vorausgesetzt.

Die Leitlinie warnt davor, eine vorbestehende Medikation mit ACE-Hemmern ohne Absprache mit dem behandelnden Spezialisten abzusetzen. Dies gilt auch für andere Dauermedikamente wie Immunsuppressiva oder Antikoagulantien.

Für Proteinase-Inhibitoren wie Remdesivir existiert laut Stellungnahme keine klare Indikation für den Einsatz bei Kindern. Die Wirksamkeit ist nicht erwiesen und der Einsatz erfolgt primär im Rahmen klinischer Studien.

Das Dokument verweist auf Hinweise, dass eine Behandlung mit Steroiden den Krankheitsverlauf negativ beeinflussen kann. Eine abschließende Bewertung für pädiatrische Patienten wird zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht gegeben.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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