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Elterntraining bei Schizophrenie: Cochrane Review

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Etwa ein Drittel der Menschen mit Schizophrenie oder verwandten schweren psychischen Erkrankungen sind Eltern. Sowohl die betroffenen Elternteile als auch deren Kinder haben ein erhöhtes Risiko für negative gesundheitliche und soziale Folgen.

Generell ist bekannt, dass Elterntrainings die Erziehungskompetenz verbessern und störendes Verhalten bei Kindern reduzieren können. Der vorliegende Cochrane Review (2021) untersucht systematisch die Evidenz speziell für diese vulnerable Zielgruppe.

Ziel der Untersuchung war es, die Effekte von spezifischen Erziehungsinterventionen für Eltern mit Schizophrenie zu bewerten. Eingeschlossen wurden randomisiert-kontrollierte Studien (RCTs) mit Eltern von Kindern im Alter von 0 bis 18 Jahren.

Empfehlungen

Studienlage und Evidenz

Laut dem Review konnte nach umfassender Literaturrecherche lediglich eine einzige randomisiert-kontrollierte Studie (n = 50) eingeschlossen werden. Die Autoren weisen darauf hin, dass aus dieser Studie keine verwertbaren Daten extrahiert werden konnten.

Es wurden keine Mittelwerte oder Standardabweichungen berichtet, sondern lediglich Signifikanzen auf dem 0,05-Niveau. Zudem wurde die eingeschlossene Studie in drei Domänen mit einem hohen Verzerrungsrisiko (Risk of Bias) bewertet.

Schlussfolgerungen für die Praxis

Der Review formuliert aufgrund der unzureichenden Datenlage folgende Kernaussagen:

  • Es liegt keine ausreichende Evidenz vor, um klinische Empfehlungen für Betroffene oder Behandler auszusprechen.

  • Die aktuelle Studienlage rechtfertigt keine gesundheitspolitischen Änderungen.

  • Obwohl spezifische Elterntrainings für Menschen mit Schizophrenie entwickelt wurden, müssen diese zwingend in zukünftigen, qualitativ hochwertigen RCTs getestet werden.

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💡Praxis-Tipp

Der Review betont, dass trotz der Entwicklung spezifischer Elterntrainings für Menschen mit Schizophrenie aktuell keine ausreichende Evidenz für deren Wirksamkeit vorliegt. Es wird darauf hingewiesen, dass Behandler derzeit keine evidenzbasierten Empfehlungen für bestimmte Programme aussprechen können, bis qualitativ hochwertige randomisiert-kontrollierte Studien (RCTs) vorliegen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es derzeit keine ausreichende Evidenz, um die Wirksamkeit solcher spezifischen Interventionen zu belegen. Es existieren zwar entwickelte Programme, diese sind jedoch noch nicht durch hochwertige Studien validiert.

Der systematische Review konnte lediglich eine einzige randomisiert-kontrollierte Studie mit 50 Teilnehmern identifizieren. Diese wies zudem ein hohes Verzerrungsrisiko auf und lieferte keine verwertbaren Daten.

Aufgrund der unzureichenden Datenlage können die Autoren keine klinischen Empfehlungen für Behandler oder Betroffene aussprechen. Es wird stattdessen die dringende Notwendigkeit weiterer Forschung mittels RCTs betont.

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Quelle: Cochrane Review: Parenting interventions for people with schizophrenia or related serious mental illness (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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